Nationalratswahl 2013 – Briefwähler verschoben kräftig Mandate

Die SPÖ verlor gegenüber dem Nationalratswahl 2013 ist durch die 534.944 abgegebenen Briefwahl-Stimmen von zunächst 65,91 auf 74,42 Prozent gestiegen.

Nationalratswahl 2013 – Briefwähler verschoben kräftig Mandate

Die neuen Mandatsstände eröffnen allerdings keine neuen Koalitionsvarianten: Rot-Schwarz ist nach wie vor die einzige realistische Zweier-Regierung mit einer Mehrheit von 99 Nationalratssitzen, Schwarz-Blau hat mit 87 weiter zu wenig. Die von Teilen der ÖVP angedachte Dreiervariante ÖVP-FPÖ-Stronach hätte mit 98 ebenfalls genug. Nicht ausgehen würde sich eine Rot-Grün-NEOS-Regierung; sie kommt auf nur 85 Sitze im Hohen Haus.

Die Stimmenanteile haben sich durch die Briefwähler wie folgt verändert: Die SPÖ hat jetzt 26,86 Prozent, das ist ein Minus von 2,40 Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2008. Die ÖVP liegt jetzt bei 24,01 (-1,97), ist also näher an die SPÖ herangerutscht - und hat den Abstand zur drittstärksten FPÖ vergrößert. Diese verlor mit den Briefwählern ein wenig auf 20,55 Prozent, ihr Plus gegenüber 2008 reduzierte sich auf 3,01 Prozentpunkte. Umgekehrt ist das Plus der Grünen größer geworden - mit 1,91 Prozentpunkten mehr kamen sie auf 12,34 Prozent. Am Wahlsonntag war die SPÖ mit 27,10 Prozent, die ÖVP mit 23,81, die FPÖ mit 21,40 und die Grünen mit 11,46 Prozent ausgewiesen worden.

Das Team Stronach verlor durch die Briefwähler ein wenig, von zunächst 5,79 auf jetzt 5,74 Prozent - umgekehrten legten die NEOS von 4,80 auf 4,93 Prozent zu. Ein von den Meinungsforschern für möglich gehaltenes weiteres Mandat ging sich für sie allerdings nicht aus. Das BZÖ hat sich mit jetzt 3,53 Prozent (Sonntag: 3,63) noch weiter von der Vier-Prozent-Hürde entfernt.

Das nun vom Innenministerium veröffentlichte Ergebnis ist noch nicht der Endstand. Denn am Donnerstag müssen noch die rund 31.000 Wahlkarten ausgezählt werden, die am Sonntag in "fremden" Wahlkreisen abgegeben wurden. Insgesamt wurden 668.658 Wahlkarten ausgestellt, was 10,47 Prozent der Wahlberechtigten entspricht. 543.139 davon wurden für die Briefwahl verwendet (534.944 dieser Stimmen waren gültig) - und ein Teil der Wahlkarten wurde bereits am Sonntag mitgezählt, weil die Wahlkarten in Wahllokalen im eigenen Wahlkreis abgegeben wurden.

Die Briefwahl wurde bei der heurigen Wahl - der zweiten, wo sie möglich war - wesentlich stärker genutzt. 2008 wurden 375.634 Briefwahlstimmen abgegeben, um 167.505 weniger als heuer. Die Wahlbeteiligung bleibt heuer allerdings inklusive Briefwahl (und auch den noch auszuzählenden Wahlkarten) am Tiefststand.

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