Integrationsbericht 2014: Das sind die geplanten Maßnahmen

Der Expertenrat für Integration hat mit Bundesminister für Europa, Integration und Äußeres Sebastian Kurz, die Ergebnisse des diesjährigen Integrationsberichtes vorgestellt. Neben Vorschlägen gibt es auch konkrete Pläne für das kommende Jahr.

Integrationsbericht 2014: Das sind die geplanten Maßnahmen

Heute hat der unabhängige Expertenrat für Integration sein Resümee des Vorjahres und Vorschläge zur Verbesserung der Integration in Österreich vorgestellt. Die Sprachförderung vom frühkindlichen Alter bis hinzu Deutschkursen für erwachsene Migranten soll verbessert werden. Die Integration in den Arbeitsmarkt werde mit der Anerkennung von Qualifikationen per Gesetz in Zukunft erleichtert.

Deutsch vor Schuleintritt

"Wir wollen keine Segregation in der Schule", so der Vorsitzende des Expertenrates für Integration Heinz Faßmann. Ein Vorschlag des 17-köpfigen Expertenrates, der den Minister Kurz berät, sieht ein ganzheitliches Sprachförderungskonzept vor. So soll ein individueller, bedarfs- und zielorientierter Förderunterricht installiert werden.
Für in Österreich geborene Kinder mit mangelhaften Deutsch-Fähigkeiten heißt das, eine gezielte zusätzliche Förderung im Kindergarten. So wird es einige Stunden pro Woche Deutschunterricht für Kinder mit Sprachproblemen geben. Die Einführung eines zweiten kostenfreien verpflichtenden Kindergartenjahres soll hier unterstützen. Minister Kurz sieht ab 2015 eine Vervierfachung des bisherigen Budgets von fünf Millionen Euro im Jahr vor. Sogenannte Quereinsteiger, die aus dem Ausland nach Österreich kommen und in die Schule gehen, sollen in Zukunft vor der Eingliederung in die Regelschule einen verpflichtenden Deutschunterricht besuchen. Je nach Bedarf kann dieser vorbereitende Sprachunterricht bis zu einem Jahr dauern. Es handle sich dabei um einen "attraktiven Förderunterricht für alle, die ihn brauchen". Auch Kurz betonte, die Maßnahme sei auf den Bedarf und nicht auf die Herkunft ausgerichtet. Rund 7.300 solcher Quereinsteiger von sechs bis 14 Jahren gebe es jährlich in Österreich, deutsche Zuwanderer nicht mitgerechnet. Diese Integrationsmaßnahem sehen laut Kurz auch eine Novelle des Pflichtschulgesetzes vor, die der Minister noch in dieser Legislaturperiode durchbringen will. Darüber hinaus soll es auch Zusatzunterricht in der Muttersprache geben. "Die Förderung von Mehrsprachigkeit ist volkswirtschaftlich wie persönlich im Wettbewerb ein absoluter Vorteil", so der Minister. Die Anzahl der Lehrer, die einen solchen Zusatzunterricht anbieten können, ist jedoch sehr gering. Fraglich bleibt auch, wer die Kinder im Förderunterricht unterrichten soll. Die wenigsten Lehrer haben eine Ausbildung im Bereich "Deutsch als Fremdsprache".

Mehr Förderungen für EU-Bürger

Derzeit dürfen Integrationsgelder der EU nur für Maßnahmen betreffend Zuwanderer aus Drittstaaten verwendet werden. Da der Großteil der Zuwanderer nach Österreich aus dem EU-Raum ist, plädieren Kurz und Faßmann für eine stärkere Förderung der Migranten aus der Union. Minister Kurz will sich auf EU-Ebene hierfür einsetzen "Mobilität ist erwünscht, also müssen hierfür auch Mittel eingesetzt werden."

Uni-Absolventen in Österreich halten

Österreich ist bei ausländischen Studierenden sehr beliebt. Die Alpenrepublik nimmt hier global eine Spitzenstellung ein. Österreich schneidet im internationalen Vergleich jedoch schlecht ab, wenn es darum geht Studierende nach ihrem Abschluss im Land zu halten. Faßmann plädiert für "Willkommensmaßnahmen" und die Etablierung einer "Willkommenskultur in Österreich". Die Vereinfachung von Behördenwegen und die Erleichterung der Anerkennung von im Ausland erworbener Qualifikationen durch ein Anerkennungsgesetz sollen noch in dieser Legislatursperiode angestrebt werden. Kurz appelliert an Sozialminister Hundstorfer (SPÖ), die Rot-weiß-rot-Card zu Entbürokratisieren und Modernisieren.

Budget: Nulldefizit ist nicht gleich Nulldefizit

Die Regierung hat für das Jahr 2019 ein administratives Nulldefizit …

Regierung rappelt sich auf - SPÖ und ÖVP vor Einigung

Die Neuwahlen sind offenbar vom Tisch: Sowohl SPÖ als auch ÖVP können …

Gerald Klug übernimmt das Infrastrukturministerium von Alois Stöger und damit eine viel größere Verantwortung im Land, als er sie als Verteidigungsminister inne hatte. Den Digital-Bereich übernimmt Kanzleramts-Staatssekretärin Sonja Steßl. Meinungen aus der Wirtschaft zu den wichtigsten Agenden des neuen Ministers und der Staatssekretärin von Siemens-General Hesoun, IV-Vize Koren, Telekom CEO Plater und weiteren Experten.
 

Die Aufgaben von Minister Klug und Staatssekretärin Steßl

Gerald Klug übernimmt das Infrastrukturministerium von Alois Stöger und …

Arbeitslosigkeit: Schweres Erbe für Neo-Sozialminister Alois Stöger

Jetzt ist es offiziell: Sozialminister Rudolf Hundstorfer geht für die …