Nationalratswahl 2017 - offizielles Endergebnis

ÖVP-Parteiobmann Sebastian Kurz, Sieger der Nationalratswahl 2017 wird den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten.

ÖVP-Parteiobmann Sebastian Kurz, Sieger der Nationalratswahl 2017 wird den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten.

Das Endergebnis der Nationalratswahl 2017 steht fest. Die Auszählung der Wahlkarten hat das Ergebnis inklusive Briefwahlen nur noch unwesentlich verändert. Wahlsieger ist die ÖVP, die SPÖ bleibt auf Platz zwei vor der FPÖ, die Grünen kommen nicht in den Nationalrat.

Vier Tage nach dem eigentlichen Nationalratswahltermin am 15. Oktober steht nun auch das offizielle Endergebnis der Wahlen fest. Am Wahlsieg der neuen ÖVP von Sebastian Kurz ändert sich nichts, ebenso wenig wie an der Reihung der Parteien, wie bereits sie am Montag im vorläufigen Endergebnis inklusive der Briefwahlstimmen verlautbart wurde. Die ÖVP gewinnt die Wahlen vor der SPÖ und der FPÖ, den NEOS und der Liste Pilz.

Die rund 37.000 am Donnerstag ausgezählten Wahlkarten haben das vorläufige Endergebnis inklusive Briefwahlstimmen nur noch geringfügig verändert. Spannend war dabei vor allem die Frage, ob es den Grünen vielleicht doch noch gelingt, die Vier-Prozent-Hürde zu knacken. Die Antwort darauf ist "Nein". Die Grünen werden künftig nicht mehr im Nationalrat vertreten sein.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen wird ÖVP-Obmann Sebastian Kurz am Freitag den Auftrag zur Regierungsbildung erteilen. Erwartet wird, dass sich Kurz in der Folge besonders intensiv mit der FPÖ über eine Koalitionsbildung und deren Gestaltung unterhalten wird. Der ÖVP- und der FPÖ-Parteichef haben ja, wie FPÖ-Parteichef Strache bestätigte, bereits am Montag bei einem privaten Treffen die Lage sondiert.

Die offizielle Zählung

  • ÖVP 31,47% (+7,48%); 62 Mandate
  • SPÖ 26,86% (+0,04%); 52 Mandate
  • FPÖ 25,97% (+5,46%); 51 Mandate
  • NEOS 5,3%; 10 Mandate
  • LISTE PILZ 4,41%; 8 Mandate
  • GRÜNE 3,8% (-8,62%); nicht mehr im Nationalrat vertreten

Das von Innenminister Wolfgang Sobotka offiziell bekanntgegebene Endergebnis wirft nach fast 30 Jahren die Grünen aus dem Parlament. Die Grünen hatten sich noch an die Wahlkarten als letzten Strohhalm geklammert, ihnen fehlten nach dem miserablen Ergebnis beim Urnenwahlgang am Sonntag, wo sie nur auf 3,32 Prozent gekommen waren, aber einfach zu viele Stimmen auf die für einen Wiedereinzug notwendigen vier Prozent.

Obwohl die Grünen bei den Wahlkarten überdurchschnittlich gut abschnitten kamen sie nach Auszählung der Briefwahlstimmen nur auf 3,8 Prozent der Stimmen. Damit hätten sie bei der Wahlkartenauszählung am Donnerstag einen Stimmenanteil von 36 Prozent müssen, was nicht der Fall war.

In Mandaten bedeutet das, dass die ÖVP als stimmenstärkste Partei künftig 62 Sitze im Parlament haben wird, die SPÖ 52, die FPÖ 51, die NEOS zehn und die Liste Pilz acht. Die Wahlbeteiligung lag bei 80 Prozent, womit um gut fünf Prozent mehr Wähler als im Jahr 2013 ihr Wahlrecht genutzt haben.

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