Melania Trump betritt die Wahlkampfbühne

Neue Unterstützung für den US-Milliardär Donald Trump auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur: Seine Ehefrau Melania legt sich ins Zeug für ihren Mann.

Melania Trump betritt die Wahlkampfbühne

New York/Washington. Lange hatte sich Melania Trump im Wahlkampf zurückgehalten - nun tritt sie auf die große Bühne. In ihrer ersten Rede auf einer Wahlkampfveranstaltung pries die 45-Jährige die Kämpfernatur ihres Mannes Donald Trump, der im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner in Führung liegt.

"Wenn man ihn angreift, schlägt er zehnmal härter zurück", sagte Melania Trump am Montag im US-Staat Wisconsin. "Er ist ein großer Kommunikator, er ist ein großer Verhandler, es sagt die Wahrheit, er ist ein großer Anführer, er ist fair", so Melania Trump. Ihr Lob galt einem Kandidaten, der in den vergangenen Wochen zunehmend in Bedrängnis kam. Kritiker legen Trump ein abwertendes Frauenbild zur Last, auch verstärkten jüngste Interviewäußerungen des Kandidaten Zweifel an seiner politischen Kompetenz.

In ihrer Rede bemühte sich Melania Trump nun, das frauenfeindliche Image ihres Mannes zu korrigieren: "Egal ob man ein Mann ist oder eine Frau, er behandelt alle gleich." Sie sei "sehr stolz" auf ihn. "Er ist ein harter Arbeiter, er ist nett, er hat ein großes Herz, er ist hart, er ist klug", sagte sie. Am Dienstag finden Vorwahlen in Wisconsin statt; in Umfragen hat sich dort Trumps innerparteilicher Rivale Ted Cruz an die Spitze gesetzt.

Bisher war Melania Trump, ein in Slowenien geborenes ehemaliges Model, im Wahlkampf eher im Hintergrund geblieben. Diese Zurückhaltung begründete sie in einem Interview mit dem Sender Fox News am Montagabend damit, dass sie mit der Rolle als Mutter des gemeinsamen zehnjährigen Sohnes gut ausgelastet sei. "Ich unterstütze meinen Mann aber 100 Prozent", beteuerte sie.

In dem Fernsehinterview rechtfertigte sie auch einige der umstritteneren Äußerungen von Donald Trump - etwa die Forderungen nach einem Einreiseverbot für Muslime. Dies solle nur "vorübergehend" gelten, erläuterte Melania Trump. "Er will Amerika beschützen, das ist ihm sehr wichtig."

Auch die abfälligen Äußerungen des rechtspopulistischen Politikers über Einwanderer aus Lateinamerika verteidigte sie. "Ich habe nicht den Eindruck, dass er Mexikaner beleidigt hat", sagte Melania Trump. Die Kritik des Kandidaten habe sich nur auf "illegale Einwanderer" bezogen.

Im Wahlkampf war kürzlich ein Nacktbild von Melania Trump aufgetaucht. "Treffen Sie Melania Trump - Ihre künftige First Lady", stand unter dem Interneteintrag. Donald Trump hatte daraufhin ein unvorteilhaftes Foto der Frau seines Rivalen Ted Cruz verbreitet. "Ich habe eine dicke Haut", sagte Melania Trump auf Fox News zum Stil des Wahlkampfs. "Ich finde es aber unfair, wenn die Familie, Frauen und Kinder attackiert werden."

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