market-Umfrage zur Regierung: ÖVP steht deutlich besser als Koalitionspartner SPÖ da

In einer Umfrage des Linzer market-Instituts liegt SPÖ klar hinter der ÖVP. Besonders schlecht schneidet Bundeskanzler Werner Faymann ab.

Eine aktuelle Umfrage des unabhängigen Linzer market-Instituts unter 1.000 Österreichern, die FORMAT exklusiv vorliegt, kommt quer durch alle Fragenkomplexe zu einem Gesamtbild, das den Sozialdemokraten zu denken geben muss: Sowohl die Regierungsarbeit der ÖVP als auch die Person von ÖVP-Chef Josef Pröll werden besser bewertet als die SPÖ und Bundeskanzler Werner Faymann.

ÖVP liegt klar vor SPÖ
Nicht nur, dass die ÖVP bei der Frage, welche der beiden Parteien die bessere Regierungsarbeit leistet, mit 35 zu 19 Prozent deutlich vorne liegt. Die ÖVP scheint in den Augen der Österreicher auch über die bessere Mannschaft zu verfügen. 44 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die ÖVP über die besseren Köpfe verfügt als die SPÖ. Umgekehrt sehen das nur 20 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Frage nach den besten Konzepten und Ideen für die drängendsten politischen Herausforderungen in Österreich.

Schlechte Werte für Faymann
market-Chef Werner Beutelmeyer führt das doch überraschend klare Ergebnis auf drei Faktoren zurück: „Ers­tens ist die ÖVP in ihrem Auftreten inhaltlich klarer und akzentuierter als die SPÖ. Dadurch gelingt es ihr – zweitens – auch effizienter, ihre Funktionäre und Stammwähler bei den Wahlgängen zu motivieren, wie man zuletzt bei den Gemeinderatswahlen in der Steiermark und in Niederösterreich gesehen hat. Und erst an dritter Stelle folgt der Pröll-Faktor. Aber der ÖVP-Chef verfügt schon über deutlich bessere Persönlichkeitswerte als Kanzler Faymann.“ Dass dessen Arbeit nur sieben Prozent als „sehr gut“ einstufen, bezeichnet Beutelmeyer als „beschämend niedrig“.

FPÖ stagniert, Grüne überm Berg
Offensichtlich stagnierend sind die Werte der FPÖ. Das dürfte, so Beutelmeyer, daran liegen, dass die Kandidatur von Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz den Blauen bislang mehr geschadet als genützt hat. Einen leichten Aufwärts­trend verzeichnen die Grünen. Zwar sind die Persönlichkeitswerte von Chefin Eva Glawischnig schwach, aber die Grünen haben ihre Krise durchschritten, glaubt der Meinungsforscher.

Markus Pühringer

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