Lehrer für Androsch-Begehr und gegen Blockadehaltung der ÖVP

Den Lehrern reicht’s. Der quälende Stillstand in der Bildungsdebatte hat nun dafür gesorgt, dass sich seit Anfang der Woche eine Plattform aus engagierten Pädagogen für das Bildungsvolksbegehren „Österreich darf nicht sitzenbleiben“ von Ex-Finanzminister Hannes Androsch öffentlich einsetzt.

Die Initiative rund um die Pädagogen Daniel Landau, Heidi Schrodt und Erwin Greiner stellt sich voll hinter die Ziele des Androsch-Volksbegehrens und kritisiert die Verweigerungshaltung der Blockierer im politischen System. Die machen die Pädagogen vor allem in Teilen der ÖVP aus. Initiator Landau: „Die Zustimmung in der Bevölkerung zu den Anliegen des Volksbegehrens ist gewaltig. Wir wollen, dass die Menschen mitLehrer für Androsch-Begehr ihrer Unterschrift auch tatsächlich ein Zeichen setzen.“

Auch in die ÖVP-interne Debatte über die geplante modulare Oberstufe bringen sich die Lehrer nun lautstark ein. Für einige schwarze Landesorganisationen ist das Aufsteigen mit drei Fünfern im Zeugnis eine ideologische Kernfrage. Landau: „Es geht nicht ums Abschaffen des Sitzenbleibens, das ist eine kommunikative Themenverfehlung. Natürlich müssen alle Fächer positiv absolviert werden. Aber eben im Modularsystem.“ Leistung müsse in Zukunft breiter definiert werden und nicht mehr das Monopol einer Gruppierung sein, sagt Landau.

Kommentar
Christoph Kotanko, Korrespondent der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) in Wien

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