Klimaschutz in Zeiten von Corona: "Ja, bitte, aber..."

Die trend-Umfrage zur Haltung der Österreicher zur Klimawende im Jahr zwei von Corona: Insbesondere für die jüngeren ist der Kampf gegen den Klimawandel während der Pandemie in den Hintergrund gerückt.

Klimaschutz in Zeiten von Corona: "Ja, bitte, aber..."

Die trend-Umfrage zeigt: Das Engagement gegen Klimawandel hat in der Corona-Pandemie gelitten.

Inzidenzen, Intensivbettenbelegung, Lockdowns - seit der Alltag und die Schlagzeilen von Corona beherrscht werden, haben es andere Themen schwer. Etwa der Kampf gegen den Klimawandel. Laut einer Umfrage des Linzer market-Instituts für den trend meinen 60 Prozent der Österreicher, dass der Stellenwert des Klimaschutzes zwar in der Pandemie gleichgeblieben, aber in den Hintergrund getreten sei. 34 Prozent sagen überhaupt, dass das Thema unwichtiger geworden sei.

Der Klimaschutz ist in der Corona-Pandemie medial in den Hintergrund getreten. Wie steht es nach einem Jahr Pandemie und Lockdowns um seinen Stellenwert in der Bevölkerung? Die vom Linzer market-Institut für den trend durchgeführte Umfrage liefert überraschende Ergebnisse.

Bemerkenswert: Je jünger die Befragten, umso stärker stimmen sie dieser Aussage zu. Es ist die Fridays-for-Future- Generation, von den Corona-Einschränkungen in ihrem Lebensstil besonders betroffen, die jetzt am stärksten auf die Pausetaste drückt.

Birgit Starmayr von market glaubt, dass das auch an mangelnder medialer Präsenz und Betätigungsmöglichkeit liegt. Durch den teilweise geschlossenen bzw. in den digitalen Raum ausgelagerten Schulbetrieb hätte es "weniger Möglichkeiten für Fridays-for-Future-Veranstaltungen gegeben".

Eher unentschieden sind die Befragten in der Einstellung zum Kampf gegen den Klimawandel insgesamt. 63 Prozent sehen ihn sowohl als Bedrohung als auch als Chance für das bestehende Wirtschaftssystem.

Klar sind die Vorstellungen hingegen in einem konkreten Aktionsfeld der Energiewende, das in vielen Orten Österreichs bereits heiß diskutiert wird. In Erwartung des neuen Gesetzes zum Ausbau erneuerbarer Energien werden derzeit riesige Sonnenkraftwerke, also Photovoltaik-(PV-)Anlagen, geplant - oft im Grünen.

Prinzipiell gegen solche Kraftwerke auf Wiese oder Acker sind 22 Prozent der Befragten. Besonders wichtig ist allen anderen, dass die landwirtschaftliche Fläche darunter nutzbar bleibt bzw. nicht dauerhaft zerstört wird. 30 Prozent wollen die Genehmigungen an die Voraussetzung knüpfen, dass die PV-Anlagen nur auf Böden minderer Qualität errichtet werden, fast ebenso viele wollen keine Beeinträchtigung des Landschaftsbildes.


Diese repräsentative Umfrage wurde vom market-Institut für den trend durchgeführt. n = 1.000 Befragte. Die Ergebnisse sind auch im trend. PREMIUM vom 16. April 2021 erschienen.

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