Kassensturz bei den Leistungen: Gar nicht harmonisch

Kassensturz bei den Leistungen: Gar nicht harmonisch

ZECKENPLAGE. Für eine Impfung zahlen Kassen sehr unterschiedlich.

Die Krankenkassen bedienen ihre Versicherten nach wie vor mit ungleichen Leistungen. Im Lauf des letzten Jahres wurden etliche Zahlungen vereinheitlicht, offene Wunden gibt es aber nach wie vor genug - wie die Beispiele hier beweisen.

ZAHNIMPLANTATE. Die WGKK und die NÖGKK zahlen pro Implantat 153 Euro, die BVA (Beamtenversicherung) 700 Euro, die Eisenbahner bekommen in diesem Fall nichts.

ZAHNKRONEN. Die meisten GKKs zahlen 156 bzw. 160 Euro, die Vorarlberger immerhin 300 Euro. Beamte bekommen 450 Euro.

HERAUSNEHMBARE ZAHN-SPANGE. Bei allen Krankenkassen mindestens 30 Prozent Zuschuss, alle GGKs (ausgenommen Vorarlberg) zahlen 50 Prozent.

FIXE ZAHNSPANGE. 70 Prozent für alle Träger, bei BVA 80 Prozent.

GRIPPESCHUTZIMPFUNG. Die meisten GGKS zahlen nichts, Salzburg sechs Euro. Eisenbahner, Bauern und Beamte bekommen 16 Euro vergütet.

PNEUMOKOKKENIMPFUNG. Für Versicherte über 50 Jahre zahlt die BVA 15 Euro, die SVB und die SVA je sieben Euro; die Betriebskrankenkasse von Mondi aber 40 Euro.

ZECKENIMPFUNG. Der Zuschuss für FSME-Impfungen bei den GGK beträgt vier Euro, Beamte erhalten 16 Euro. Bauern werden sogar kostenlos geimpft.

KONTAKTLINSEN. Niederösterreich und Burgenland sparen - sie zahlen 324 Euro. Oberösterreicher, Salzburger, Beamte, Selbstständige und Bauern bekommen dagegen 1.296 Euro. Die Beamten in Oberösterreich erhalten von ihrer eigenen Kasse bis zu 1.600 Euro und Eisenbahner sogar den vollen Betrag.

PSYCHOTHERAPIE. Die GGKs zahlen ca. 21,80 Euro je Therapieeinheit, die Bauern erhalten 50 Euro.

PHYSIOTHERAPIE. Der Kostenzuschuss für Heilgymnastik (30 Minuten) beträgt in Niederösterreich 13,30 Euro, im Burgenland 16,74 Euro.

ERGOTHERAPIE. Die Bandbreite reicht von 8,72 bis 15 Euro.

LOGOPÄDIE. Der Kostenzuschuss für 30 Minuten reicht von 14,53 bis 22,09 Euro.

HÖRGERÄTE. Der Kostenzuschuss für beidohrige Hörgeräte reicht von 1.188 bis 2.340 Euro.

ORTHOPÄDISCHE SCHUH-EINLAGE. Der von den Kassen verlangte Selbstbehalt reicht von null bis 72 Euro.

MEDIKAMENTE. Der Zugang zu (teuren) Medikamenten ist unterschiedlich geregelt. Manche Versicherungen verlangen chefärztliche Bewilligungen, die Genehmigungspraxis ist nicht nachvollziehbar und intransparent. Auch Kuren werden von den unterschiedlichen Krankenkassen in unterschiedlichem Maße bewilligt.

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