Karas’ neue Aufgabe – Der europäische Job

Karas’ neue Aufgabe – Der europäische Job

Das Europa-Parlament hat sich selbst und damit Othmar Karas beauftragt, die Arbeit der EU-Troika zu kontrollieren.

Der Job von Karas und seinem französischer Kollegen Liem Hoang Ngoc von den Sozialdemokraten ist es, die Arbeit der EU-Troika (IWF, EZB, Kommission) in Griechenland, Irland, Portugal und Zypern zu prüfen. Formal hat das EU-Parlament dabei nichts mitzureden. Doch das soll sich ändern. Die wahre Mission für Karas und seine Arbeitsgruppe lautet daher wohl, durch den Bericht den Boden aufzubereiten, damit das Instrument Troika in europäisches Gemeinschaftsrecht übergeführt werden kann und parlamentarischer Kontrolle unterliegt. Karas will bei seinem Job "nicht kritisieren“. Aber allzu freundlich dürfte das Urteil der EU-Parlamentarier zu den Troika-Aktionen in den vier Krisenstaaten nicht ausfallen.

Griechenland: Drei Jahre Troika haben das Land noch nicht aus der Krise geführt, dafür aber zum Teil in soziale Unruhen.

Portugal: Der von der Troika verordnete harte Sparkurs zeigt erste kleine Erfolge. Ob sie nachhaltig sind, ist noch unklar.

Zypern: Einfachster Troika-Job, weil die Probleme wegen der Kleinheit des Landes überschaubar sind. Im Prinzip erledigt.

Irland: Die Troika-Arbeit dort ist Geschichte. Irland verlässt den Euro-Schutzschirm.

Kommentar
Christoph Kotanko, Korrespondent der Oberösterreichischen Nachrichten (OÖN) in Wien

Standpunkte

Koalition mit der FPÖ: Gelegenheit und Gefahr zugleich

Politik

Christian Konrad: "Das wird nicht meine Wunschregierung"

Politik

Pensionsdebatte: Ruf nach längerer Lebensarbeitszeit