Jörg Haider, "der Unbestechliche": Haider-Gesellschaft dementiert Bestechung

Die "Dr. Jörg Haider Gesellschaft" ist empört über die Aussage des früheren BayernLB Chefs Werner Schmidt, wonach dieser Jörg Haider ein Bestechungsgeld von 2,5 Millionen Euro gezahlt hat, das schließlich zum Verkauf der Hypo Alpe Adria an die BayernLB geführt hat. "LH Dr. Jörg Haider ist nicht bestochen worden", erklärt der Anwalt der Gesellschaft. Was meinen Sie? War es Bestechung oder nicht?

Jörg Haider, "der Unbestechliche": Haider-Gesellschaft dementiert Bestechung

Jörg Haider, in einem Live-Interview mit dem arabischen Fernsehsender „Al Jazeera", Juni 2006

Für die "Dr. Jörg Haider Gesellschaft" ist die Zeit vor gut acht Jahren stehengeblieben. "Jörg Haider ist heute einer der bekanntesten Politiker Europas. Sein Charisma, sein Gespür für die Fragen, die die Menschen wirklich bewegten und seine hohe soziale Kompetenz, konkrete und machbare Lösungen für die Probleme des modernen Staatslebens zu entwickeln, haben viele fasziniert", steht auf der Startseite der Gesellschaft, die das Andenken an den am 11. Oktober 2008 gestorbenen Politikers hoch halten will.

Im Gästebuch der Gesellschaft werden immer noch Kerzen im Gedenken an Haider angezündet. "In stillem Gedenken", "unvergessen" an "unseren Jörg, der beste Landeshauptmann, der er im Herzen auch immer bleiben wird":

Wie nicht anders zu erwarten kommt nun ein entschiedenes Dementi Gesellschaft gegen die Aussage des früheren BayernLB Chef Werner Schmidt. Schmidt hatte vor Gericht und unter Eid erklärt, im Zuge des Kaufs der Hypo Alpe Adria Bank ein Bestechungsgeld von 2,5 Millionen Euro an Jörg Haider gezahlt zu haben.

"Sponsoring, keine Bestechung"

"LH Dr. Jörg Haider ist nicht bestochen worden", erklärt der Anwalt der als Verein organisierten Haider-Gesellschaft, Alexander Scheer, in einer Aussendung. Präsidentin des Vereins ist Haiders Witwe Claudia Haider. Scheer teilte heute weiters mit, dass "im Zuge der Kaufverhandlungen ein Sponsoring für den Kärntner Fußball ausverhandelt wurde".

Jedenfalls, hieß es in der Aussendung, "war dieses Sponsoring nie ein Geheimnis und wurde auch beidseitig erfüllt". Auf Nachfrage der APA wollte Scheer die genaue Ausformung des Sponsorings aber nicht konkretisieren, und auch nicht, ob Haider womöglich ein höheres "Sponsoring" als 2,5 Mio. Euro gefordert haben könnte. Das wisse man nicht, "weil Jörg tot ist".

Die "Dr. Jörg Haider Gesellschaft", schrieb auch, dass man bisher "nicht auf jede mediale Schmähung des verstorbenen Landeshauptmann Dr. Haider reagiert" habe. Da sich nun aber "leider ein vor Gericht stehender Angeklagter durch eine post mortem gegen Dr. Jörg Haider gerichtete Beschuldigung eine mildere Strafe ausgehandelt hat", wollte man das festhalten.

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