World Economic Forum 2016: Teilnehmer und Live-Stream

World Economic Forum 2016: Teilnehmer und Live-Stream

WEF-Gründer Klaus Schwab setzt heuer auf das Schwerpunkt-Thema "Industrie 4.0".

Angela Merkel kommt zwar nicht zur 46. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums, dafür aber viele andere hochrangige Teilnehmer aus Politik und Wirtschaft. Format.at bietet die Teilnehmerliste zum Download an, sowie einen Live-Stream von den spannendsten Debatten.

Angela Merkel kommt heuer nicht. Auch Frankreichs Präsident Francois Hollande und Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi haben ihre Teilnahme für die 46. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) abgesagt, die heuer von 20. Bis 24. Jänner 2500 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in den schweizerischen Nobelskiort Davos lockt. Mit David Cameron und Justin Trudeau werden unter den G-7-Ländern einzig Großbritannien und Kanada ihre Regierungschefs nach Davos entsenden.

Aus den USA kommt Vizepräsident Joe Biden, gemeinsam mit Außenminister John Kerry und Verteidigungsminister Ashton Carter. Aus Österreich haben Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner sowie Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) eine Teilnahme eingeplant.

Tummelplatz für Nahost-Politiker

Zwar bleiben die europäischen Regierungschefs aus, dafür zieht es aber die Spitzenpolitiker des Nahen Ostens in die Schweiz. Die Türkei (Ahmet Davutoglu), der Irak (Haidar Abadi), Israel (Benjamin Netanyahu), und der Libanon (Tammam Saeb Salam) werden durch die jeweiligen Premierminister vertreten, Jordanien durch Königin Rania Al Abdullah. Tunesien und Mali, sowie Afghanistan und Pakistan entsenden ebenfalls ihre höchsten politischen Amtsträger. Auf der Teilnehmerliste finden sich auch die Außenminister des Iran und Saudi-Arabiens.

Download der Teilnehmerliste unter diesem Link

Diesmal steht die „Industrie 4.0“ im Zentrum der Veranstaltung. Bei der „vierten industriellen Revolution“ geht es darum, dass Maschinen in einer Fabrik sich selbst steuern und verwalten, unterstützt durch gewaltige Datenmengen. Im Vorfeld der Konferenz hat das WEF eine Studie veröffentlicht, die den Einfluss der „Industrie 4.0“ auf den Arbeitsmarkt erforscht.

Download der Studie „The Future of Jobs“ unter diesem Link

Da das Thema eng mit der IT verknüpft ist, werden vor allem Top-Manager aus der Tech-Branche erwartet – darunter Eric Schmid vom Google-Mutterkonzern Alphabet, Sheryl Sandberg von Facebook und Jack Ma Yun von Alibaba.

Österreichs Eurofighter sichern den Luftraum

Auch heuer ist Österreichs Bundesheer wieder an der Überwachung des Luftraums beteiligt. Rund 20 Flugzeuge sollen nach Angaben des Bundesheeres ab 19. Jänner den Luftraum über Tirol und Vorarlberg sichern, zudem werden 1000 Bundesheersoldaten im Einsatz sein.

Dringen Flugzeuge während der Konferenz unerlaubt in den gesicherten Luftraum ein, so ist es Aufgabe des Militärs, diese aus der Zone heraus zu eskortieren oder zur Landung zu zwingen. Wer unerlaubt in die Sperrzone fliegt, muss mit einem Verwaltungsstrafverfahren rechnen.

Live-Stream im Web

Die Hauptmotivation für die Teilnahme an derartigen Konferenzen ist freilich die Möglichkeit zum Networking mit anderen hochrangigen Konferenzteilnehmern am Rande der Vorträge – angesichts der zahlreichen Regierungschefs aus dem Nahen Osten ist davon auszugehen, dass Terror und Bürgerkriege die inoffiziellen Diskussionen dominieren werden. Mit Spannung wird auch beäugt, ob es in Davos zu einem Treffen zwischen den Vertretern Irans und Saudi Arabiens kommt.

Für Interessierte, die es heuer nicht nach Davos schaffen, gibt es wie jedes Jahr einen Live-Stream im Web, beziehungsweise am Ende dieses Artikels. Den Start macht bereits am 19. Jänner um 16 Uhr Joe Biden mit einer Diskussionsrunde zum Thema Krebsforschung, gefolgt mit der Eröffnungsrede von WEF-Chef Klaus Schwab um 18 Uhr.

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