Was tun gegen Terror?

Gegenmaßnahmen. Wie sich Österreich und Europa gegen Gewalt und Bedrohung rüsten können. Militär- und Sicherheitsexperten über Risikovermeidung, heiße Problemfelder und die geheimen Anti-Terror-Erfolge der Nachrichtendienste.

Was tun gegen Terror?

Selbstschutz ist kein Egoismus

Der frühere Wiener Kripo-Chef Roland Frühwirth, der die Sicherheitsfirma Cresco führt und Anti-Terror-Schulungen anbietet: "Sensibilisierung der Bürger tut not. Sie müssen auch lernen, dass Selbstschutz kein Egoismus ist. Nur wer selbst sicher ist, kann anderen helfen."

Brigadier Walter Feichtinger, Militäranalytiker an der Landesverteidigungsakademie: "Wir haben jetzt die gleiche Situation wie nach 9/11."

Herausforderung für den Rechtsstaat

Friedrich Korkisch, Ex-Offizier und Leiter des Instituts für Außen-und Sicherheitspolitik: "Die Polizei hinkt dem Terrorismus mehrere Schritte hinterher."

Oswald Kessler, in den 1990er-Jahren Leiter der Staatspolizei: "Am Flughafen Wien werden täglich 30.000 ankommende Menschen kontrolliert und registriert. Das muss, etwa durch Privatfirmen wie am Flughafen, auch in Spielfeld möglich sein."

Geheimdiensterfolge

Laut deutschem Innenausschuß hat die NSA 2013 sieben Attentate verhindert. Heuer wurde in Frankfurt ein Bombenkomplott mit salafistischem Hintergrund aufgedeckt, und Frankreich soll nach "Charlie Hebdo" fünf geplante Massaker sabotiert haben. Hinzu kommen an die hundert sichergestellte illegale automatische Waffen sowie große Mengen an Explosivstoffen.

Untaugliches Vorbild Amerika

Die USA und Großbritannien haben durch ihre nachrichtendienstliche Aufrüstung Vorteile gezogen - zum Nachteil der Europäer.

ANALYSE: "Ein Risiko bleibt immer"

Brigadier Walter Feichtinger ortet in den USA ein Problem mit der großen Zahl geheimdienstlich gesammelter Daten. Er erwartet vielmehr erhöhten Schutz im öffentlichen Raum. "Zu Tode fürchten dient keinem", so der Militärstratege. Es brauche Präventionsmaßnahmen gegen Terror, aber "wir dürfen uns nicht in die Knie zwingen lassen".

Lesen Sie den ganzen Artikel in Format Nr. 47/2015
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