US-Luftwaffe greift Jihadisten-Stellungen im Irak an

US-Luftwaffe greift Jihadisten-Stellungen im Irak an

Das geistliche Oberhaupt der Schiiten im Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, hat seine Landsleute zur Einigkeit im Kampf gegen die radikal-islamischen Rebellen des Islamischen Staates (IS) aufgerufen.

Bagdad/Washington. Die Angriffe auf die IS-Stellung seien mit Kampfjets vom Flugzeugträger "George H.W. Bush" geflogen werden, der bereits im Juni in den Persischen Golf verlegt worden war, hieß aus dem Pentagon. Zwei F18-Kampfjets hätten 220 Kilogramm schwere Bomben nahe Erbil abgeworfen, berichtete der TV-Sender NBC. Der Sender CNN berichtete von lasergelenkten Präzisionsbomben.

Mit dem Militäreinsatz will Obama den Vormarsch der IS-Kämpfer auf die Hauptstadt der autonomen Kurdenregion stoppen. Dort haben US-Militärberater ein gemeinsames Einsatzzentrum mit der irakischen Armee eingerichtet, zudem gibt es dort ein US-Generalkonsulat.

Irakische Politiker für Krise mitverantwortlich

Das geistliche Oberhaupt der Schiiten im Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, hat seine Landsleute zur Einigkeit im Kampf gegen die radikal-islamischen Rebellen des Islamischen Staates (IS) aufgerufen. Diese stellten eine "große Gefahr" dar, erklärte Sistani in seiner von einem Sprecher vorgetragenen Freitagspredigt.

Er warf irakischen Politikern vor, für die Krise mitverantwortlich zu sein, da sie ihren eigenen Interessen nachgingen. Ohne den Namen des Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zu nennen, erklärte er, Politiker, die an ihren Posten klebten, begingen einen "großen Fehler".

Kritiker werfen Maliki vor, für die Krise im Irak mitverantwortlich zu sein, da er die Sunniten aus einflussreichen Ämtern gedrängt habe. In den vergangenen Tagen stießen sunnitischen IS-Kämpfer im Norden des Landes in von Kurden beherrschte Gebiete vor und lösten eine Flüchtlingswelle aus.

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