Der hohe Preis des Terrors

Der hohe Preis des Terrors

Lauschangriff. Mittels Vorratsdatenspeicherung soll die Jagd nach Terroristen effizienter werden. Was Sicherheitsbehörden lockt, bringt Bürgerrechte in Gefahr. Die Wirtschaft leidet derweil unter den Folgen der Anschläge von Paris.

Die Tonübertragung funktionierte, doch wenn der Verdächtige vor seinem Computer saß, erfasste die heimlich installierte Spionagekamera nur seinen Rücken und nicht den Bildschirm. Die Ermittler wollten aber vor allem über Internetaktivitäten und E-Mail-Verkehr Bescheid wissen. Keine leichte technische Aufgabe im Sommer 2007. Vom Innenministerium wurde eigens eine Software angekauft: der "Staatstrojaner“.

Für die Installation des Virus mittels USB-Sticks mussten die Beamten ein zweites Mal in die Wohnung in Wien-Rudolfsheim einbrechen. Die Möglichkeiten, von außen auf einen Rechner zuzugreifen, waren damals - im Gegensatz zu heute - noch nicht ausgereift. Sechs Wochen später wurde Mohamed Mahmoud festgenommen und im späteren Prozess zu vier Jahren Haft verurteilt. Er war Österreichs erster potenzieller islamistischer Terrorist, der den Ermittlern ins Netz ging und eine mehrjährige Gefängnisstrafe ausfasste. Heute lebt er in Syrien. Angeblich kämpft er für die Terrororganisation "Islamischer Staat“ und posiert vor Enthaupteten. Und ruft dabei zu Anschlägen in Österreich auf.

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