EU-Wahl Ergebnis: ÖVP 27,5%, SPÖ 24%, FPÖ 20%, Grüne klar vor NEOS

EU-Wahl Ergebnis: ÖVP 27,5%, SPÖ 24%, FPÖ 20%, Grüne klar vor NEOS

Die ersten Hochrechnungen nach den Europawahlen zeigen einen klaren Wahlsieg der ÖVP. Nach letzten Hochrechnungen dürfte die ÖVP mit rund 27,5 Prozent etwa zwei Prozentpunkte und ein Mandat verlieren. Die , die mit fast 15 Prozent um fünf Punkte zulegten.

Die EU-Wahl vom Sonntag hat in Österreich für die ÖVP erneut Platz Eins vor der SPÖ gebracht. Laut Hochrechnungen der ARGE Wahlen für die APA und SORA/ORF erreicht die ÖVP mit leichten Verlusten Platz Eins. Die SPÖ bleibt quasi unverändert auf Platz zwei. Große Zugewinne erzielen FPÖ und Grüne. Die FPÖ verdoppelt die Mandate, die Grünen dürften eines dazugewinnen. Die NEOS schaffen den Einzug.

Die ARGE Wahlen (Auszählungsgrad 70 Prozent) weist die ÖVP in ihrer Hochrechnung von 17.50 Uhr mit 27,7 Prozent aus, bei SORA (17.40 Uhr, 73 Prozent der Stimmen ausgezählt) liegt die Volkspartei bei 27,6 Prozent. Gegenüber 2009 (29,98 Prozent) bedeutet dies ein Minus von rund 2,3 Prozentpunkten. Bei diesen Hochrechnungen bereits mitberücksichtigt sind erste Wiener Sprengelergebnisse.

Nahezu unverändert bleibt der Stimmenanteil der SPÖ: Die Partei kommt laut ARGE Wahlen auf 23,9 Prozent, SORA weist hier 23,8 Prozent aus. Bei der letzten EU-Wahl kam die Sozialdemokratie auf 23,74 Prozent.

Die großen Gewinner sind FPÖ und Grüne. Die Freiheitlichen kommen laut ARGE Wahlen auf 19,6 Prozent, die SORA-Hochrechnung weist für die Freiheitlichen 19,5 Prozent aus. Gegenüber 2009 bedeutet dies ein Plus von rund 6,9 Prozentpunkten (bzw. 6,8 Prozent).

Die Grünen erreichen 14,5 Prozent (ARGE) bzw. 14,9 (SORA). 2009 lagen die Grünen noch bei 9,93 Prozent, was ein Plus zwischen 4,6 und 5,0 Prozentpunkten bedeutet.

Auf Platz fünf rangieren die erstmals angetretenen NEOS. Die neue Partei kommt laut beiden Hochrechnungen auf 7,8 Prozent.

Die ÖVP erreicht rund 27,5 Prozent der Stimmen und verteidigt mit ihrem Spitzenkandidat Othmar Karas den ersten Platz. Dahinter liegt die SPÖ mit knapp 24 Prozent auf dem Niveau von 2009, wogegen die Freiheitlichen auf knapp 20 Prozent zulegten. Dieses Plus von knapp sieben Punkten übertrifft sogar noch jenes der Grünen, die mit fast 15 Prozent um fünf Punkte zulegten. Keine Rede war von einem Duell mit den NEOS um Platz vier, denn die neue liberale Partei blieb mit möglicherweise nicht einmal acht Prozent deutlich unter den eigenen Erwartungen.


Bild: © Format.at

BZÖ und Kleinparteien scheitern

Das BZÖ , das bei der EU-Wahl von 2009 noch 4,58 Prozent der Stimmen erreichen konnte, verpasst den Wiedereinzug in das EU-Parlament deutlich. Nach den ersten Hochrechnungen haben der Partei lediglich 0,51 Prozent der Österreicher ihre Stimme gegeben. Auch alle anderen Kleinparteien schaffen den Einzug in das EU-Parlament nicht. Die Liste Europa Anders kommt auf 1,63 Prozent, REKOS auf 1,27 Prozent. Die Liste EU-Stopp erreicht zwar 2,77 Prozent, verfehlt aber damit dennoch die Drei-Prozent-Hürde für ein Mandat im EU-Parlament.

Weiterlesen: Reaktionen der Parteien und Spitzenkandidaten

Nach den Prognosen von 18:30 verteilen sich Österreichs 18 der insgesamt 751 Sitze im Europäischen Parlament demnach folgendermaßen:


Bild: © format.at

Erschreckend ist die niedrige Wahlbeteiligung in Österreich : Sie lag bei nur 39,78 Prozent. Das sommerliche Schönwetter sollte dafür keine Ausrede sein. Vor fünf Jahren, bei der letzten Europawahl des Jahres 2009, wurde am 7. Juni gewählt. Damals nahmen noch 45,97 Prozent der Österreicher ihr Wahlrecht wahr.

Die Hochrechnung beinhaltet eine Wahlkarten-Schätzung der ARGE Wahlen. Im vorläufigen Endergebnis am Sonntagabend werden diese Stimmen noch nicht enthalten sein.

Das endgültige Endergebnis der EU-Wahlen in Österreich wird am Montagabend vorgelegt.

International

World Economic Forum 2016: Teilnehmer und Live-Stream

Politik

Iran-Sanktionen: Strafmaßnahmen könnten bald Geschichte sein

International

Jean-Claude Juncker: "Ein Euro ist ohne Schengen ist sinnlos"