Die letzte große Umfrage vor der EU-Wahl

Die letzte große Umfrage vor der EU-Wahl

Das Wahlkampffinish wird heiß: ÖVP und SPÖ kämpfen um den ersten, Grüne und Neos um den dritten Platz. Entscheidend dürfte für alle vier Parteien die Performance der Spitzenkandidaten werden. Eine Überraschung könnte Martin Ehrenhauser gelingen, der mit Europa anders Chancen auf den Einzug ins EU-Parlament hat.

Zehn Tage vor der EU-Wahl kommt doch noch einmal Bewegung in den Wahlkampf. Die Neos, die seit Wochen stabil vor den Grünen lagen, haben in den letzten beiden Wochen an Boden verloren und sind hinter den direkten Konkurrenten zurückgefallen.

Dies dürfte auf die kantigen Ansagen von Spitzenkandidatin Mlinar zur Wasserprivatisierung und einer gemeinsamen europäischen Armee zurückzuführen sein. Die Neos waren zwar um Klarstellung bemüht ("Neos und Europa: DAS wollen wir wirklich“), doch der Wähler ist ein scheues Reh. Profitieren könnten davon ÖVP, Grüne und Europa anders, welches sich erstaunlich stark präsentiert. Einzige Einschränkung: Die Ehrenhauser-Wähler sind sich ihrer Stimmabgabe noch nicht sicher.

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Bild: © Montage/FREDERICK FLORIN/AFP/Getty Images

Sehr stabil präsentiert sich die FPÖ. Sie wird im Vergleich zur letzten Wahl deutlich zulegen, kann aber ihr Potenzial nicht ganz heben, weil ein Großteil der FPÖ-Wählerschaft nicht zur Wahl gehen wird. In der Sonntagsfrage zur Nationalratswahl liegen die Blauen jedoch an der Spitze, was auf die anhaltende Budgetdebatte zurückzuführen ist.

Bleiben SPÖ und ÖVP, die sich Platz eins ausmachen. Die ÖVP liegt in mehreren Umfragewellen vor der SPÖ - außer man lässt die Gewichtung der letzten Nationalratswahl in die Berechnung einfließen, dann legt die SPÖ deutlich zu. Statistisch gesehen gilt für Platz eins: "Too close to call“. Dass die SPÖ in Schlagweite der ÖVP kommen konnte, liegt auch an Eugen Freund. Er und Konkurrent Othmar Karas spielen für die Stimmabgabe zugunsten ihrer jeweiligen Partei eine wichtige Rolle. Für die Wahlbeteiligung weniger. Diese liegt derzeit über 40 Prozent.

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