ÖIAG-Präsident Wolf gegen Russland-Sanktionen

ÖIAG-Aufsichtsratschef Siegfried Wolf bekräftigt seine Haltung gegen Russland-Sanktionen: "Sie helfen niemandem, sondern diskriminieren und fordern Gegensanktionen heraus", sagte er im Gespräch mit dem "Kurier". Er sieht Europa noch immer im "Kielwasser der USA", davon müsse sich die EU "befreien". Mit Sanktionen lasse sich die russische Föderation "sicher nicht einschüchtern"

ÖIAG-Präsident Wolf gegen Russland-Sanktionen

Wien ÖIAG-Aufsichtsratspräsident Siegfried Wolf bezieht weiter gegen Russland-Sanktionen Position. "Sie helfen niemandem, sondern diskriminieren und fordern Gegensanktionen heraus", sagte er im Gespräch mit dem "Kurier" (Mittwoch-Ausgabe). Er sieht Europa noch immer im "Kielwasser der USA", davon müsse sich die EU "befreien". Mit Sanktionen lasse sich die russische Föderation "sicher nicht einschüchtern".

Im Konflikt mit der Ukraine habe bisher nur der russische Präsident Wladimir Putin einen Friedensplan vorgelegt, so Wolf, der auch Aufsichtsratsvorsitzender von Russian Machines ist. Sein Verhältnis zum umstrittenen russischen Präsidenten bezeichnete er als ein "sehr korrektes, wirtschaftlich respektiertes Verhältnis".

Den überraschenden Rücktritt der ehemaligen Siemens-Europachefin Brigitte Ederer aus dem Aufsichtsrat der Staatsholding ÖIAG sieht Wolf nicht als Folge des umstrittenen Syndikatsvertrages der Telekom Austria mit der mexikanischen America Movil. Hier solle man nicht von außen Auffassungsunterschiede herbeireden. "Der Rücktritt war ihre Planung und Entscheidung", so Wolf, "sie hat mir ihren Rücktritt mit Corporate Governance und der Zahl ihrer Aufsichtsratsmandate erklärt".

Die Bundesregierung hat gestern nach dem Ministerrat betont, die ins Stocken geratene Neuordnung der Staatsholding ÖIAG weiter zu verfolgen. Spekulationen, dass die ÖIAG vom Zuständigkeitsbereich des Finanzministeriums ins Ressort von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) übersiedeln könnte, wurden nicht kommentiert. Die ÖIAG verwaltet die Staatsanteile bei der Post, der OMV und der Telekom Austria. Bei letzterer hat America Movil inzwischen die alleinige Kontrolle erworben. Die OMV sitzt mit IPIC aus Abu Dhabi in einem Boot, lediglich bei der Post AG hält der Staat noch die Mehrheit.

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