Im Umfragetief: Vertrauenserosion bei Parlament, Regierung & Co

trend-UMFRAGE: Die Institutionen und Instanzen der Republik haben auf breiter Ebene an Zustimmung verloren. Einzige Ausnahme: die Ärzte und das Gesundheitssystem.

Im Umfragetief: Die Regierung und die weiteren Institutionen des Landes haben in der Corona-Pandemie massiv an Vertrauen verloren.

Im Umfragetief: Die Regierung und die weiteren Institutionen des Landes haben in der Corona-Pandemie massiv an Vertrauen verloren.

Der Frust, der sich dieser Tage in großen Anti-Corona-Maßnahmen-Demonstrationen zeigt, dürfte in tief sitzendem Vertrauensverlust gegenüber den Ämtern und Institutionen der Republik angesichts fortwährender Lockdowns und mäßiger Erfolge in der Pandemiebekämpfung wurzeln. Diesen Schluss legt eine Umfrage des Linzer market-Instituts für den trend nahe.

So hat sich der Vertrauenssaldo in praktisch allen Bereichen in den letzten zwölf Monaten deutlich verschlechtert, am stärksten bei Parlament und Bundesregierung. Aber auch Landeshauptleute und Bundespräsident haben deutlich an Zustimmung verloren, und auch die Justiz, in früheren Umfragen stets hoch im Meinungskurs, dürfte unter den politischen Angriffen der letzten Wochen - Stichwort: Hausdurchsuchungen - gelitten haben.

Diese repräsentative trend-Umfrage wurde vom market-Institut durchgeführt. n = 1.000 Befragte. www.market.at

Diese repräsentative trend-Umfrage wurde vom market-Institut durchgeführt. n = 1.000 Befragte. www.market.at

Nur bei jenen, die an der operativen Front der Corona-Bekämpfung stehen, gibt es ein Plus: 23 Prozent der 1.000 Befragten sagen, dass sie nun ein höheres Vertrauen in Ärzte und das Gesundheitssystem haben, 19 Prozent ein schlechteres - ergibt einen positiven Saldo von 4. Insgesamt 67 Prozent sagen, dass sie ein "sehr hohes" oder "hohes" Vertrauen in die Mediziner haben -ein höherer Wert als bei allen anderen Instanzen. Parlament und Regierung kommen dagegen etwa nur noch auf 32 Prozent.

Aus den Detaildaten liest market-Expertin Birgit Starmayr, dass vor allem die altersmäßige Mitte überproportional Vertrauen verloren hat: "Die 30- bis 49-Jährigen sind besonders unter Druck", registriert Starmayr. Oft sind das Eltern mit Kindern und Menschen in der Mitte ihrer beruflichen Karrieren, die nun Angst um ihre Jobs und die Zukunft ihrer Kinder haben.

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