Hundstorfer: "Sicher sind die Pensionen sicher"

Hundstorfer: "Sicher sind die Pensionen sicher"

FORMAT: Im Wahlkampf hieß es, die Pensionen sind sicher. Experten sagen: Stimmt so nicht. Was stimmt?

Rudolf Hundstorfer: Ich kann diese Experten-Meinungen inzwischen nicht mehr nachvollziehen. Bei den Beamten haben wir zum Beispiel nicht einmal ein Umlagesystem, wir haben bei denen alles getan, was nötig ist, die Umstellung auf das ASVG-System ist auf Schiene.

Aber sind die Pensionen jetzt sicher oder sind sie das nicht?

Hundstorfer: Sicher sind sie sicher.

Können Sie ausschließen, dass es in der kommenden Legislaturperiode, also bis 2018, zu weiteren Reformschritten kommt?

Hundstorfer: Wir haben alle Reformen durchgeführt und alles erledigt, was zu tun war. Jetzt schauen wir uns einmal an, wie es uns damit geht. Punkt.

Immer noch gehen Männer und Frauen in Österreich viel zu früh in Pension, da hat sich in den letzten vier Jahren nichts Wesentliches geändert.

Hundstorfer: Bis 2018 und darüber hinaus müssen wir darauf achten, dass das faktische Pensionsantrittsalter deutlich näher an das gesetzliche heran kommt. Wir haben dazu schon viele Maßnahmen gesetzt, die jetzt ab 2014 erst richtig zu greifen beginnen. Das müssen wir einmal abwarten, dann erst kann man ein Urteil abgeben.

Wo wird das Pensionsantrittsalter denn liegen, wenn die Legislaturperiode endet?

Hundstorfer: Ich lasse mich sicher nicht auf irgend eine Prognose festlegen. Konzentrieren wir uns jetzt einmal volle Pulle darauf, dass wir älter werden und trotzdem weiter arbeiten.

Was sagen Sie eigentlich zur neuen Superpensionistin Monika Lindner und zu ehemaligen Politikern, die extrem hohe Pensionen kassieren ?

Hundstorfer: Ich kann nicht kapieren, was Frau Lindner tut. Das ist ein klassischer Fall von Wählertäuschung. Und zu den derzeit 450 Politikern im alten System, muss man fairerweise aber auch sagen: Die zahlen immerhin alle einen zusätzlichen Pensionssicherungsbeitrag von 15,8 Prozent.

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