Griechenland - Tsipras lehnt Koalition mit Altparteien ab

Griechenland - Tsipras lehnt Koalition mit Altparteien ab

Der griechischen Ministerpräsident Alexis Tsipras hat jede Zusammenarbeit mit den früheren Regierungsparteien des Landes nach den vorgezogenen Neuwahlen im September ausgeschlossen. "Wir werden nicht die zurückbringen, die das Volk hinausgeworfen hat", versicherte Tsipras im Fernsehsender Alpha für den Fall, dass seine linke Partei Syriza nicht die absolute Mehrheit bekommt.

Er wolle weder mit den Sozialisten der Pasok, noch mit den Konservativen der Nea Dimokratia, noch mit der Mitte-Links-Partei To Potami zusammenarbeiten. Syriza war bei der Parlamentswahl im Jänner mit Abstand stärkste Kraft geworden, hatte jedoch keine absolute Mehrheit erhalten und daher eine Koalition mit der nationalistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel) gebildet. Vergangene Woche trat Tsipras zurück, nachdem er seine Mehrheit im Parlament im Streit um den Kurs bei den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern verloren hatte.

Der linke Flügel seiner Syriza-Partei hatte ihm die Gefolgschaft bei den von den Geldgebern geforderten Spar- und Reformmaßnahmen verweigert. Es wird nun erwartet, dass Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos in den nächsten Tagen für den 20. September Neuwahlen ansetzt.

Bisher habe er sich hauptsächlich auf die Verhandlung mit den Gläubigern konzentriert. Nun sei die Zeit gekommen, im Inland zu handeln, sagte Tsipras. Er wolle das Land wieder auf Wachstumskurs bringen. Die Griechen dürften die Schuld nicht immer im Ausland suchen, betonte Tsipras. Stattdessen müssten Steuerhinterziehung und Korruption bekämpft werden.

Tsipras hatte vergangene Woche seinen Rücktritt erklärt und vorgezogene Wahlen gefordert. Am Donnerstag will Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos das Dekret zur Auflösung des Parlaments unterzeichnen. Als möglichstes Datum für die Wahlen gilt der 20. September.

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