Flughafen Wien: Schwierige Suche nach neuem Capitän

Im Zuge der Suche nach einer neuen Führung für den Flughafen Wien haben sich die Fronten zwischen den Ländern Wien und Niederösterreich verhärtet.

Hatte es zuletzt danach ausgesehen, als würden sich Landeshauptmann Erwin Pröll und Wiens Bürgermeister Michael Häupl auf ein parteiunabhängiges Duo einigen, ist es kurz vor der großen Entscheidung zu einem heftigen Tauziehen zwischen SPÖ und ÖVP gekommen. Häupl will von dem Plan, mit dem Flughafen-Malta-Chef Julian Jäger einen Roten in den Vorstand zu entsenden, nicht abrücken.

Pröll will unabhängigen Kandidaten

Zum Missfallen von Pröll, der den VP-Kandidaten Günther Ofner (Burgenland Holding) nicht unterstützen will und sich für ein ausländisches Team ausspricht.

Noch fünf Kandidaten sind im Rennen, neben Ofner und Jäger auch Jost Lammers, früher Chef am Flughafen Düsseldorf und heute am Airport Bratislava, sowie Eric Malitzke vom Flughafen Leipzig. Nachnominiert wurde laut FORMAT-Informationen Andreas Stark, Chef der Wiener Bonaventura Straßenerrichtungs GmbH. Der VP-nahe Manager, der CFO des türkischen Antalya Airports war, soll eine Alternative zu Ofner sein.

Aufsichrtsrat entscheidet nächste Woche

Wer das Rennen macht soll Ende dieser Woche oder spätestens Mitte nächster Woche in einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung entschieden werden. Die Entscheidung wird knapp. Wahrscheinlich ist, dass sich doch zwei ausländische Kandidaten durchsetzen werden. Vor allem auf Jost Lammers will keiner verzichten.

Kommentar
Christoph Kotanko, Korrespondent der Oberösterreichischen Nachrichten in Wien

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