Der Linzer Bürgermeister F. Dobusch
zittert vor weiteren Kursanstiegen des Franken

Die Stadt Linz hat 2007 ein Swap-Geschäft mit dem Schweizer Franken geschlossen, das jetzt für leere Kassen sorgt. Der Kommune geht es wie den Häuselbauern mit ihren Fremdwährungskrediten.

Gestartet wurde Anfang 2007 bei einem Kurs von 1,62 Franken für einen Euro – ein Wechselverhältnis, bei dem die oberösterreichische Hauptstadt pro Halbjahreszahlung mit einem Wettgewinn von rund 3,1 Millionen Euro ausgestiegen wäre. Nach dem Höhenflug des Franken droht jetzt aber ein zweistelliger Millionenverlust. Kommt es zur Eins-zu-eins-Parität zwischen Franken und Euro, würde das die Linzer über 66 Millionen Euro kosten.

Unterdessen arbeiten bereits Juristen im Auftrag der Stadt daran, eine Klage gegen die Bawag, den Kontraktpartner, anzustrengen. Zudem wurden angeblich im Vorfeld des Fremdwährungsdeals nicht alle Risikodetails den zuständigen Gremien vorgelegt – ein veritabler Politstreit ist im Gange, der selbst den SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch um sein Amt bringen könnte. Steigt der Franken und damit das Budgetminus weiter, könnten sogar vorgezogene Gemeinderatswahlen in Linz folgen.

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Kommentar
Christoph Kotanko, Korrespondent der Oberösterreichischen Nachrichten in Wien

Standpunkte

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