Der Faktor Wien – Rennen oder nicht

Der Faktor Wien – Rennen oder nicht

Bis in die 1990er-Jahre galt, dass Niederösterreich und Wien aus sozialdemokratischer Sicht Schlüssel zum Erfolg sind, nicht nur wegen Größe und Zahl der Wählerstimmen. Denn war Niederösterreich bei Landtagswahlen immer eine schwarze Bank, wählte das Land bei Nationalratswahlen zumeist rot - wegen der Industriegebiete.

Das hat sich mit dem Zurückgehen der industriellen Bedeutung für die Arbeitsplätze geändert, auf Niederösterreich kann die Sozialdemokratie bei Nationalratswahlen nicht mehr verlässlich zählen. Bleibt Wien mit dem roten Stadtchef Michael Häupl (li.) als Faktor für einen SPÖ-Erfolg. "Entscheidend ist die Frage“, schätzt Meinungsforscher Peter Hajek, ob die SPÖ ihr Potenzial hier heben kann.“ Schafft man in der Bundeshauptstadt eine durchgehende Mobilisierung der Sympathisanten, könnte das die halbe Miete für einen SPÖ-Wahlsieg sein. "Rennen die Funktionäre, oder rennen sie nicht“, formuliert Hajek das entscheidende Kriterium. Im Jänner zeigte sich bei der Wehrpflicht-Volksbefragung: Ganz so gerne wie früher rennen sie heute wohl nicht mehr.

Eurofighter: Airbus schießt Richtung Österreich zurück

Politik

Eurofighter: Grant auf Österreich ziemlich tief

Politik

EU-Budgetgipfel: Das große Feilschen der 27

Digitalisierung: Vorwärts in die Zukunft

Neue Digitalstrategie: EU will zu USA und China aufschließen

Kommentar
Karl Aiginger

Politik

Karl Aiginger zum EU-Budget: Europas Ein-Prozent-Streit