Corona-Krise: Erste Erfolge - Maßnahmen beginnen zu wirken

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober hat erklärt, dass die von der Regierung verfügten strikten "Maßnahmen zu wirken beginnen". Beschränkungen werden dennoch bis Ostermontag verlängert. Kanzler Kurz appelliert an die Österreicher durchzuhalten.

Corona-Krise: Erste Erfolge - Maßnahmen beginnen zu wirken

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagt: "Wir schaffen das!" - Gesundheitsminister Anschober hat ersten Nachweis, dass die strikten Maßnahmen wirken.

Wien. Eine gute und eine nicht so gute Nachricht hat die Regierung am Freitagvormittag für Österreich zum aktuellen Stand zur Coronavirus-Pandemie in Österreich informiert.

Die nicht so gute Nachricht zuerst: Die "Ausgangsbeschränkungen" zur Eindämmung des Coronavirus werden um drei Wochen bis Ostermontag (13. April) verlängert. Damit werden die strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in ganz Österreich gut drei Wochen fortgesetzt. Damit werden die strengen Einschränkungen des öffentlichen Lebens in ganz Österreich gut drei Wochen fortgesetzt. Und danach würde es auch kein abruptes Ende der Maßnahmen geben können.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Nachweis, dass die Maßnahmen wirken. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hat diese zu Beginn des Pressebriefings über Twitter mitgeteilt. Es gibt den "Nachweis" gibt, dass die "Maßnahmen zu wirken beginnen". Er warnt aber eindringlich, "wir dürfen nicht nachlassen. Konsequenz sei weiterhin gefordert. Und er appelliert die Bevölkerung, dass "Jede/r einzelne MUSS Teil der Lösung sein".

Kanzler Sebastian Kurz rief die Bevölkerung dazu auf, die Maßnahmen gegen das Coronavirus mitzutragen. "Halten Sie durch", so die zentrale Botschaft des Regierungschefs. Der Bevölkerung sprach er seinen "großen Dank" dafür aus, wie sie diese bisher mitgetragen habe. "Das ist ein Marathon. Aber unsere klare Bitte ist: Halten Sie durch. Jeder, der die Maßnahmen mitträgt, ist ein Lebensretter."

Nicht nachlassen, durchhalten

"Wir dürfen nicht nachlassen. Wir müssen die Maßnahmen, die wir gesetzt haben, weiter fortsetzen", sagte Kurz. "Ich bin mir vollkommen bewusst, dass das viele Entbehrungen bringt, viel Verzicht bedeutet", und dafür danke er der Bevölkerung. "Wir sind beeindruckt von dem, was Sie leisten und wir bitten Sie: Halten Sie durch!"


Wir schaffen das,was wir und vorgenommen haben.
Sebastian Kurz, Bundeskanzler

Österreich sieht er auf dem richtigen Weg: "Wir tun das richtige. Alle Experten bestätigen uns in den Maßnahmen, die wir setzen." Auch andere Staaten würden mittlerweile ähnliche Maßnahmen wie Österreich setzen. Die Zahlen würden beweisen, dass die Schritte auch Wirkung zeigen: So habe man zuletzt weniger als fünf Prozent der Schüler in Betreuung gehabt und der öffentliche Verkehr konnte "massiv reduziert" werden.

"Wir schaffen das, was wir uns vorgenommen haben: Weniger soziale Kontakte und dadurch auch eine Reduktion der Ansteckungen", so Kurz.

"Und wir werden genau beobachten, was das bedeutet für den Zeitpunkt nach dem 13. April", so der Kanzler. "Die Maßnahmen werden bis 13. April verlängert und dann wird stufenweise - im Idealfall - das System wieder hochgefahren." Allerdings werde es auch danach kein abruptes Ende der Maßnahmen geben, von denen die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen ebenso umfasst sind wie die Geschäftsschließungen. "Wir werden nicht die Situation habe, dass wir von heute auf morgen sagen: 'Jetzt ist es geschafft'", betont Kurz.

Täglicher Check

Die Regierung hat laut Kanzler Kurz auch eine Taskforce eingesetzt, die sich mit der Frage beschäftigt, wie man alles wieder hochfahren kann, "ohne dass es zu einem Rückschlag" bei den Ansteckungen kommen wird.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte zu dieser Frage, man schaue sich tagtäglich an, wie weit man gekommen sei. Wenn man das Ziel schaffe, bei den Infektions-Zuwachsraten in den einstelligen Prozentbereich zu kommen oder gar keinen Zuwachs mehr zu haben, "dann wird es auch ein Maßnahmenmanagement geben müssen. Weil es wäre ganz schlecht, alles von einem Tag auf anderen zu stoppen (die Maßnahmen, Anm. ). Man muss dann einen gleitenden Übergang machen, sobald sich die Dinge stabilisieren."

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