Corona: Investitionsprämie wird auf 5 Milliarden Euro erhöht

Österreichs Bundesregierung hat anlässlich der Regierungsklausur angekündigt, die Mittel für die Investitionsprämie von drei auf fünf Milliarden Euro zu erhöhen.

Corona: Investitionsprämie wird auf 5 Milliarden Euro erhöht

Erhoffter Investitionsschub für Österreich: 5 Milliarden Prämie sollen 55 Milliarden an Investment folgen.

Eine Ankündigung, der Taten folgen sollen: Die türkis-grüne Bundesregierung will die Mittel für die Investitionsprämie von drei auf fünf Milliarden erhöhen. Das kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz vor Beginn der gemeinsamen zweitägigen Arbeitsklausur an. Rund 3,5 Milliarden Euro kann Österreich von den EU-Wiederaufbaugeldern bekommen.

Mit dem Geld sollen Arbeitsplätze für Unternehmen geschaffen werden, die Politik müsse die richtigen Rahmenbedingungen bereitstellen, so Kurz. Ein erster Schritt sei die Erhöhung der Investitionsprämie von drei auf fünf Milliarden Euro. Dies sei ein großer "Investitionsschub".

Und noch eine große Zahl ließe der Kanzler folgen: Der Zuschuss soll 55 Milliarden Euro an Investitionen auslösen. Nur: diese Investitionen sollten vorgezogen werden.

"Jetzt geht es darum, dass wir wieder nach vorne schauen", meinte Vizekanzler Werner Kogler: "Wir wollen uns aus der Krise rausinvestieren." Dies gelinge mit Ökologisierung und Digitalisierung. Die Prämie von 7 Prozent - oder 14 Prozent, wenn die Investition im Zusammenhang mit Digitalisierung, Ökologisierung, Gesundheit und Life Science steht - soll helfen, dass Unternehmen ihre Investitionen trotz der Coronakrise tätigen.

Auf Digital und Ökologie

Die Hälfte aller Investitionen hätten einen Digitalisierungs- oder Ökologisierungsschwerpunkt, so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck. Davon beträfen 21 Prozent der Anträge Digitalisierung, 27 Prozent Ökologisierung und 0,4 Prozent "Life Science". Die Wirtschaftsministerin erhofft sich auf Basis von Berechnungen, dass durch die Investitionen bis zu 800.000 Jobs geschaffen werden.

Auch Klimaschutzministerin Leonore Gewessler betonte, dass klimaschädliche Investitionen - wie etwa in fossile Bereiche - explizit ausgeschlossen seien. Klimaschutz sei hingegen "absoluter Jobmotor". Viele Menschen seien derzeit durch die Pandemie noch verunsichert. Auftrag der Regierung sei es nun, eine Perspektive zu liefern.

Ungebrochen optimistisch zeigte sich Bundeskanzler Kurz auch, was die Bewältigung der Pandemie betrifft, nicht zuletzt aufgrund des Impfprogramms. Allerdings betonte er auch, dass man noch "einige harte Monate der Pandemie-Bekämpfung vor uns" habe. Zudem freue er sich auch auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, mit dem es bereits gute Gespräch gegeben habe.

Die zweite Klausur seit Beginn der Pandemie widmet sich dem von der Regierung ausgerufenen "Comebackplan" zur wirtschaftlichen Bewältigung der Coronakrise. Als Ziel wurde formuliert, innerhalb eines Jahres eine halbe Million Menschen wieder in reguläre Beschäftigung zu bringen.

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