Bundespräsidentenwahl: Die Welt spricht über Sascha

Nicht nur in Österreich hingen Menschen an den Schirmen und verfolgten die Wahl zum Bundespräsidenten. Auf den Sieg Van der Bellens folgten erste internationale Statements.

Bundespräsidentenwahl: Die Welt spricht über Sascha

Kaum hatte Wolfgang Sobotka das Wahlergebnis verkündet, hagelte es internationale Reaktionen auf Alexander Van der Bellens Triumph.

Joachim Gauck, Van der Bellens Amtskollege aus Deutschland, gratulierte zur Wahl und lobte den neuen Bundespräsidenten als „überzeugten Europäer“, den er hoffentlich bald in Berlin begrüßen darf. Auch die SPD gratuliert, Katarina Barley bezeichnete den heutigen Montag als „einen guten Tag für Europa“. Sogar die AfD konnte sich eine Gratulation abringen.

Eine Lehre für Europa

Aus Frankreich kommt Erleichterung. Premierminister Manuel Valls freut sich, dass Österreich „Populismus und Extremismus zurückgewiesen hat“, und fordert ganz Europa auf, eine Lehre aus dem österreichischen Beispiel zu ziehen.

Der italienische EU-Kommissionspräsident Romano Prodi ist „sehr zufrieden“ mit dem knappen Wahlausgang, den er unter anderem dem Kanzlerwechsel von Faymann auf Kern zuschreibt. Aufgabe Van der Bellens sei es nun, „das in zwei Teile gespaltene Land zu versöhnen“. Die Haaresbreite, um der Rechtspopulist Hofer geschlagen wurde, sei ein gefährliches Signal.

EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker ist "sehr zufrieden mit dem Ergebnis", fürchtet jedoch die "Zerteilung Österreichs in zwei Teile". Über das hohe Wahlergebnis des Norbert Hofer "müsse man nachdenken". Er möchte jedoch nicht eingreifen: "Das müssen sie erstmal selbst machen.

Auch die österreichischen EU-Abgeordneten frohlocken. EU-Kommissar Johannes Hahn betont Van der Bellens Weltoffenheit als große Chance für die Zukunft, denn „kein Land allein“ könne mit den neuen globalen Herausforderungen fertig werden.

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