Bundespräsidentenwahl 2016: Entscheidung am 22. Mai

Bundespräsidentenwahl 2016: Entscheidung am 22. Mai
Bundespräsidentenwahl 2016: Entscheidung am 22. Mai

Am 22. Mai wird entschieden, wer Heinz Fischer als Bundespräsident nachfolgt.

Nach dem ersten Wahlgang am 24. April muss nun in der Stichwahl am 22. Mai entschieden werden, wer der nächste österreichische Bundespräsident wird. Zur Wahl stehen dabei der von der FPÖ nominierte Kandidat Norbert Hofer und der von den GRÜNEN unterstützte Alexander van der Bellen. Die wichtigsten Informationen zur Stichwahl.

Fakten zur Bundespräsidentenwahl 2016

Die Bundespräsidentenwahl 2016 wird in zwei Etappen entschieden. Der erste Wahlgang am 24. April hat keinen klaren Sieger hervorgebracht. Um zur Bundespräsidentin/zum Bundespräsidenten gewählt zu werden ist eine absolute Mehrheit, das heißt mehr als die Hälfte der (gültigen) Stimmen, notwendig. Der von der FPÖ unterstützte Kandidat Norbert Hofer konnte mit 35,1 Prozent der Stimmen nur die relative Mehrheit erzielen.

Hofer muss daher in der Stichwahl am 22. Mai gegen den zweitplatzierten des ersten Wahlgangs, den von den GRÜNEN nominierten Alexander Van der Bellen, antreten. Van der Bellen hat dem offiziellen Wahlergebnis zufolge 21,3 Prozent der Stimmen erzielt. Auf den Plätzen folgen die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss (18,9 %), der von der SPÖ nominierte Rudolf Hundstorfer (11,3 %), der von der ÖVP unterstützte Andreas Khol (11,1 %) und der ebenfalls als unabhängiger Kandidat angetretene Richard Lugner (2,3 %)

Aktiv wahlberechtigt, das heißt zur Stimmabgabe berechtigt, sind alle österreichischen Staatsbürgerinnen/österreichischen Staatsbürger, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben und nicht wegen einer gerichtlichen Verurteilung vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Bei der Bundespräsidentenwahl ist die Stimmabgabe auch mittels Wahlkarte – in jedem Wahllokal oder in Form der Briefwahl – möglich. Bei Bedarf kann der Besuch durch die besondere Wahlbehörde angefordert werden. Auslandsösterreicherinnen/Auslandsösterreicher (sofern sie in einer österreichischen Gemeinde in die Wählerevidenz eingetragen sind) sowie Personen, die sich nur vorübergehend im Ausland aufhalten, haben die Möglichkeit der Stimmabgabe im Ausland mittels Briefwahl.

Kandidatur

Ein Kandidat oder eine Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten muss spätestens mit Ablauf des Tages der Wahl das 35. Lebensjahr vollendet haben (alle Österreicherinnen und Österreicher, die bis zum Ablauf des Wahltages ihren 35. Geburtstag gefeiert haben) und muss zum Nationalrat wählbar sein.

Für eine Kandidatur muss ein Wahlvorschlag bei der Bundeswahlbehörde eingebracht werden. Damit ein Wahlvorschlag rechtsgültig wird, müssen mindestens 6.000 Unterstützungserklärungen beigegeben sein. Aus organisatorischer Sicht gleicht eine Bundespräsidentenwahl im Wesentlichen einer Nationalratswahl.

Die Amtsperiode des österreichischen Bundespräsidenten dauert sechs Jahre. Eine Bewerber kann sich bei zwei aufeinanderfolgenden Bundespräsidentenwahlen der Wahl stellen. Wahlberechtigt sind alle, die am Tag der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet haben. Bei der Wahl 2016 sind 6,38 Millionen Österreicher wahlberechtigt.

Weitere Informationen

Alle Informationen zur Bundespräsidentenwahl, zum Wahlgesetz, dem Wählen mit Wahlkarte oder per Briefwahl finden Sie auf der offiziellen Informations-Website des Bundesministeriums für Inneres (www.bmi.gv.at)

Lesen Sie auch den Artikel: "Bundespräsidenten-Wahl: Das Erwachen der Macht - Wie Hofer und Van der Bellen ihre Rolle als Statsoberhaupt auslegen würden.

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