Berateroase Regierung

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Stolze 37,4 Millionen Euro gaben die Bundesministerien während der letzten beiden Jahre für externe Beratungsleistungen aus. Das ergab eine parlamentarische Anfrage der Freiheitlichen.

An der Spitze liegt das Sozialministerium unter Bundesminister Hundstorfer mit 9,4 Millionen Euro. An zweiter Stelle rangiert das Umweltministerium. Minister Berlakovich wendete in den letzten beiden Jahren rund 7,6 Millionen Euro für Beratertätigkeiten auf. In der Auflistung der in Auftrag gegebenen Gutachten finden sich Themen von durchaus gesellschaftlicher Relevanz, etwa jenes über die betriebliche und die private Altersvorsorge im Auftrag Hundstorfers.

Profitieren dürfte der Standort auch von einer Studie für Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner über Wachstumspotenziale der heimischen Wirtschaft. Wenn allerdings das Bundeskanzleramt für eine Sicherheitsanalyse von iPhone und BlackBerry über 6.000 Euro in die Hand nimmt, kann deren Sinnhaftigkeit durchaus hinterfragt werden.

Fragwürdig erscheint auch die von Umweltminister Berlakovich in Auftrag gegebene Studie über den Anteil von Phthalaten (Weichmacher) in Badeschlapfen. Analysieren ließ Berlakovich auch die Auswirkungen von Luftschlangensprays auf die Umwelt. Die jeweiligen Kosten wurden in der Gesamtsumme versteckt. Wenig Bedarf für externe Beratung sahen offenbar Außenminister Michael Spindelegger und Justizministerin Beatrix Karl. Beide Ressorts gaben insgesamt 390.000 Euro aus.

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