Zwölf EU-Länder im vergangenen Jahr mit Budgetüberschuss

Luxemburg/Brüssel/Wien (APA/AFP/dpa) - Zwölf EU-Länder haben im vergangenen Jahr dank der guten Konjunktur einen Budgetüberschuss erzielt. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte, befand sich unter ihnen erneut auch Griechenland, das mit 0,8 Prozent zum zweiten Mal in Folge einen Überschuss im Staatsbudget aufwies. Österreichs Budgetdefizit hat sich 2017 gegenüber 2016 deutlich von 1,6 auf 0,7 Prozent reduziert.

Die höchsten Defizite verzeichneten Spanien (3,1 Prozent) und Portugal (3,0 Prozent). Sie konnten das Maastricht-Kriterium von weniger als drei Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP) nicht erfüllen. Im Durchschnitt kam die EU aus 28 Staaten 2017 auf ein Defizit von 1,0 Prozent nach 1,6 Prozent im Vorjahr. In der Eurozone aus 19 Staaten sank die Neuverschuldung von 1,5 auf 0,9 Prozent.

Den höchsten Budgetüberschuss wies der Kleinstaat Malta mit 3,9 Prozent auf. Es folgten Zypern (1,8 Prozent), Tschechien , (1,6 Prozent) und Luxemburg (1,5 Prozent). Deutschland teilte sich mit Schweden den fünften Platz (beide 1,3 Prozent). Mehr ein - als ausgegeben haben 2017 einschließlich Griechenlands auch die Niederlande , Dänemark , Bulgarien , Kroatien und Litauen .

Einziges Land mit einem ausgeglichenen Budget war Slowenien . Die niedrigsten Defizite wiesen Irland und Estland (je -0,3 Prozent), Lettland (-0,5 Prozent) und Finnland (-0,6 Prozent) sowie Österreich (-0,7 Prozent) auf.

Nach dem starken Wirtschaftswachstum und weniger neuen Krediten ist der Schuldenstand in der Eurozone im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die Verschuldungsquote hat in der EU von 2016 auf 2017 von 83,3 auf 81,6 Prozent abgenommen. In der Eurozone ging sie von 89,0 auf 86,7 Prozent zurück.

Die niedrigsten Schuldenquoten wiesen Estland und Luxemburg mit 9,0 und 23,0 Prozent des BIP auf. Trotz der jüngst günstigen Budgetentwicklung blieb Griechenland mit Abstand das Land mit dem höchsten Schuldenberg. Er entsprach Eurostat zufolge im vergangenen Jahr 178,6 Prozent der Wirtschaftsleistung, gut zwei Prozentpunkte weniger als 2016. Es folgten Italien (131,8 Prozent), Portugal (125,7 Prozent), Belgien (103,1 Prozent) und Spanien (98,3 Prozent). Österreichs Verschuldung lag demnach bei 78,4 Prozent. Jene Deutschlands sank um gut vier Prozentpunkte auf 64,1 Prozent.

Insgesamt lagen 13 EU-Staaten unter der 60-Prozent-Marke. Die restlichen 15 EU-Länder überschritten die Maastricht-Schuldengrenze von 60 Prozent.

Beide Maastricht-Vorgaben zugleich erfüllt haben im vergangenen Jahr nur sechs der 19 Euroländer: die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Luxemburg, die Niederlande und die Slowakei.

Trotz der jüngst günstigen Budgetentwicklung blieb Griechenland mit Abstand das Land mit dem höchsten Schuldenberg. Er entsprach Eurostat zufolge im vergangenen Jahr 178,6 Prozent der Wirtschaftsleistung, gut zwei Prozentpunkte weniger als 2016. Es folgten Italien (131,8 Prozent), Portugal (125,7 Prozent), Belgien (103,1 Prozent) und Spanien (98,3 Prozent).

Griechenland hat bei der Sanierung seines Budget 2017 die Zielvorgaben der internationalen Geldgeber deutlich übertroffen. Ohne die Kosten für den Schuldendienst erzielte der Staat im vergangenen Jahr einen Überschuss von gut sieben Milliarden Euro. Dieser sogenannte Primärüberschuss habe damit vier Prozent des Bruttoinlandproduktes erreicht, teilte das griechische Statistikamt am Montag in Athen auf Basis vorläufiger Schätzungen mit. Die Geldgeber hatten Athen für 2017 ein Etatziel von 1,75 Prozent der Wirtschaftsleistung gesetzt. Der griechische Schuldenberg lag zuletzt bei gut 317 Milliarden Euro. Das aktuelle dritte griechische Hilfsprogramm in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro läuft im August aus. Athen hofft, sich von diesem Zeitpunkt an wieder allein finanzieren zu können.

Wien (APA) - Maschinen können bald mehr als die Hälfte der Tätigkeiten übernehmen, die jetzt von Menschen ausgeübt werden. Dementsprechend ist mehr als die Hälfte der Jobs mittelfristig von Automatisierung oder "Robotern" bedroht. Ältere Menschen trifft das besonders hart, weil sie sich schwertun, eine neue Arbeit zu finden oder umzusatteln, zeigt eine am Mittwoch veröffentlichte Mercer-Studie.
 

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Roboter bedrohen vor allem Jobs unqualifizierter älterer Menschen

Wien (APA) - Singapur unterzeichnet am Freitag ein Freihandelsabkommen mit der EU, das aber für London bald nicht mehr gilt. Singapurs Ministerpräsident Lee Hsien Loong schließt nicht aus, dass die Briten bilateral zu einem besseren Deal mit seinem Land gelangen könnten. "Es ist immer leichter, ein Abkommen mit einem Land statt mit einer Organisation aus 28 Staaten zu machen", sagte er am Mittwoch in Wien.
 

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Brexit - Singapurs Premier: Mit einem Land macht man leichter Deals

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