Zweite Runde chinesischer Zölle trifft US-Schweinernes

Peking/Washington (APA/Reuters) - Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking wirkt sich immer stärker auf die US-Fleischindustrie aus. Auf Importe von Schweinefleisch drohen nach Berechnungen auf einer Website des chinesischen Finanzministeriums schon bald Abgaben von insgesamt mehr als 70 Prozent.

Nachdem die Volksrepublik bereits im April einen Zoll von 25 Prozent auf die meisten US-Schweinefleischprodukte verhängt hatte, legte sie mit neuen Zöllen ab Anfang Juli nach. Dabei ist laut Analysten schon jetzt in China die Nachfrage nach US-Schweinernem eingebrochen. Laut Analysten dürfte nun mehr aus Europa und Brasilien eingeführt werden. Bei vielen US-Produzenten herrschte am Mittwoch noch Unklarheit über die neuen Abgaben und die Folgen für ihre Geschäftsplanung.

Noch mehr Verunsicherung gab es in der Fruchtindustrie, deren Waren ebenfalls zum zweiten Mal in der chinesischen Liste neuer Zölle auftauchen. In einer ersten Runde hatte die Pekinger Führung eine Abgabe von 15 Prozent auf eine Reihe von Früchten und Nüssen aus den USA angeordnet. Mit dem jüngsten Nachschlag könnten sich die Zölle auf 50 Prozent belaufen. Vertreter der Apfel-, Birnen- und Kirschproduktion einiger US-Bundesstaaten hegen aber noch die Hoffnung, dass es sich um einen Fehler handelt und zumindest nur die Zölle der ersten oder der zweiten Runde fällig werden. In jedem Fall sei die Lage kritisch, sagte Mark Powers vom Produktionsverbund Northwest Horticultural Council. "Diese Zölle entsprechen einer saftigen Geldsumme und machen es uns schwer, im Wettbewerb zu bestehen."

China streitet sich wie die Europäische Union (EU) und andere Länder mit den USA über Handelsfragen. Die Spirale aus neuen Abgaben und Vergeltungszöllen schürt die Furcht vor einem Handelskrieg. Ungeachtet der ab Freitag geltenden Vergeltungszölle signalisierte die EU aber zuletzt Gesprächsbereitschaft mit den USA.

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