Zwei Drittel im Handel kommen mit Einkommen knapp aus

Wien (APA) - Fast zwei Drittel der Beschäftigten im Handel kommen mit ihrem Einkommen kaum oder nur knapp über die Runden, geht aus einer Umfrage im Rahmen des Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich hervor. Für 5 Prozent der Befragten reicht das Einkommen nicht aus, für 57 Prozent reicht es "gerade aus", für 32 Prozent "reicht es vollkommen aus" und 5 Prozent können "sehr gut davon leben".

In anderen Branchen würden 46 Prozent kaum oder gar nicht mit ihrem Einkommen auskommen, in der Handelsbranche liege dieser Wert bei 62 Prozent. Auch die Einkommenszufriedenheit der Handelsangestellten ist laut Arbeitsklimaindex deutlich geringer als im Durchschnitt aller Branchen. "Das hat nicht nur mit der hohen Teilzeitquote zu tun. Es liegt auch an zu niedrigen Stundenlöhnen", sagte AK-ÖO-Präsident Johann Kalliauer am Montag vor Journalisten in Wien. Bei den derzeit laufenden Kollektivvertragsverhandlungen für den Handel müsse es "kräftige Lohn- und Gehaltssteigerungen" geben, forderte der Arbeitnehmervertreter. Im ersten Halbjahr 2017 sei der Index aber wieder nach oben gegangen, die Handelsbeschäftigten wären jetzt wieder optimistischer für die wirtschaftliche Entwicklung des Betriebs, zufriedener mit ihren Vorgesetzten und würden bessere Karrierechancen und mehr Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt als in den Jahren zuvor orten.

Aktuell liegt das kollektivvertragliche Mindestgehalt für Vollzeitangestellte im Handel bei 1.546 Euro brutto pro Monat, das sind 1.227,50 Euro netto laufender Bezug. Im Handel arbeiten großteils Frauen und Teilzeitarbeit ist weit verbreitet. Ab 1. Dezember 2017 gilt der neue, reformierte Handels-KV mit einem Mindestgehalt von 1.600 Euro. Die rund 80.000 Handelsbetriebe haben allerdings bis Ende 2021 Zeit, auf das neue Schema umzusteigen. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung des Mindestgehalts auf 1.700 Euro brutto "in den nächsten Jahren".

Als stärkste Belastung sehen Beschäftigte im Handel den ständigen Kundenkontakt. Dieser stresst laut AK-Umfrage mehr als doppelt so viele Beschäftigte wie im Durchschnitt aller Branchen. Zwei Drittel der befragten Handelsbeschäftigten müssen am Samstag arbeiten, fast 30 Prozent sogar häufig. Nur jeder Zwanzigste muss selten auch am Sonntag arbeiten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne