Zurich will zurück an chinesischen Lebensversicherungsmarkt

Zürich (APA/sda/awp) - Die Zurich Insurance Group plant den Wiedereintritt in den chinesischen Lebensversicherungsmarkt. "Wir wollen in China wachsen, denn schließlich bietet dieser große Markt ein riesiges Geschäftspotenzial", sagte Jack Howell im Interview mit der Zeitung "South China Morning Post". Howell ist für das Geschäft der Zurich in der Region Asia-Pacific zuständig.

Der Markteintritt im Lebengeschäft soll über ein Joint Venture umgesetzt werden. Die Zurich führe derzeit Gespräche mit potenziellen Partnern, so der Bericht weiter.

Vor Jahren hatte die Gruppe eine 20 Prozent-Beteiligung an der New China Life Insurance gehalten, die im Jahr 2013 allerdings verkauft wurde. Im Nichtlebengeschäft ist die Zurich nach wie vor mit der Tochter Zurich General Insurance Company (China) in der Volksrepublik mit verschiedenen Angebote vertreten.

Mit ein Grund für den Wiedereinstieg dürfte die geplante Lockerung der Regulierung bezüglich Auslandsinvestitionen in China sein. Die Regierung kündigte im November des letzten Jahres an, für ausländische Investoren die 50 Prozent-Obergrenze bei Joint Ventures im Lebensversicherungsbereich fallen zu lassen und in drei Jahren zunächst auf 51 Prozent anzuheben. Zwei Jahre später könnte die Obergrenze vollständig wegfallen.

Dies seien ermutigende Aussichten für ausländische Investoren, um am chinesischen Lebensversicherungsmarkt eine aktivere Rolle einzunehmen, so Howell. Für die Zurich bleibe das Ziel aber, den Markt gemeinsam mit einem lokalen Partner zu bearbeiten.

"Als ausländischer Versicherer brauchen wir einen Partner in China, der uns helfen kann, den chinesischen Markt und die chinesischen Konsumenten zu verstehen", sagte Howell im Interview. Einen Zeitplan für den Aufbau eines Joint Ventures nannte er nicht.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker