Zuckerberg erforscht Alpha Centauri - mit einem Mini-Raumschiff

Die "Breakthrough Initiative" will ein Mini-Raumschiff nach Alpha Centauri schicken, um dort nach intelligentem Leben zu suchen. Was vorerst nach Spinnerei klingt, hat prominente Unterstützer - darunter der Physiker Stephen Hawking und Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Zuckerberg erforscht Alpha Centauri - mit einem Mini-Raumschiff

Ein Mini-Raumschiff soll zum Sternsystem Alpha Centauri aufbrechen, um dort nach intelligentem Leben zu suchen. „Gibt es dort Leben, dann müssen wir mit ihnen kommunizieren. Gibt es keines, dann sollte die Menschheit dieses Sternensystem bevölkern“, sagt Pete Klupar, eines der Teammitglieder der „Breakthrough Initiative“, im Gespräch mit trend.at. Das Raumschiff selbst soll nur so klein sein wie ein Mikrochip. Getragen wird es von einem ultraleichten Segel, das von der Erde aus mit 50 Gigawatt starken Lasern beschossen wird und so eine Beschleunigung von 60.000 g, bzw. eine Geschwindigkeit von 60.000 km/h erreicht. Dieser Plan mag wie das Hirngespinst technophiler Astro-Nerds klingen, tatsächlich hat die Breakthrough Initiative aber bereits prominente Unterstützer um sich geschart.

Der russische Unternehmer Juri Milner, laut dem Finanzmagazin Bloomberg Markets einer der 50 einflussreichsten Unternehmer der Welt, investierte im April diesen Jahres 100 Millionen Dollar in das Projekt. Im Leitungsgremium der Initiative sitzen neben Milner auch der Physiker Stephen Hawking und Facebook-Chef Mark Zuckerberg, die operative Leitung liegt in der Hand des ehemaligen NASA-Managers Pete Worden. Klupar kalkuliert, dass das Projekt insgesamt „zwischen 5 und 8 Milliarden Dollar“ kosten wird – und erntete dafür Kritik von den Investoren, weil die Schätzung recht breit angelegt ist.

Raumfahrt: The Next Generation

Allerdings ist es angesichts des zeitlichen Projektrahmens auch schwer, eine Kostenschätzung zu machen. „Innerhalb einer Generation“ solle nach Leben bei Alpha Centauri geforscht werden, hieß es von Hawking bei einer Präsentation: Allein die Entwicklung des Raumschiffs dürfte rund 20 Jahre dauern, die Reise ins ferne Sternensystem dauert weitere 20 Jahre – und dann dauert es noch bis zu fünf Jahre, um die Daten aus dem fernen All zurück auf die Erde zu schicken.

Herausforderungen sieht Klupar dabei viele. Etwa muss viel Energie gesammelt werden, die dann mit einem Schlag über die Laser entladen wird, um das Segel des Raumschiffs anzutreiben. Das Segel selbst muss aus einem hauchdünnen, ultraleichten Material sein, aber zugleich den Beschuss durch die Laser und die immense Beschleunigung überstehen. Durch die „Revolution der Materialwisssenschaften“ wird es laut Klupar möglich sein, ein Segel zu bauen, das nur wenige Atome dick ist und zugleich einer Beschleunigung von 60.000 g standhält.

„Vielleich bauen wir verschiedene Varianten des Raumschiffs, die wir dann nacheinander ins All schicken“, sagt Klupar über die Pläne, die wohl in etwa im Jahr 2035 verwirklicht werden. Und dann wäre da noch die Herausforderung der unendlichen, unbekannten Weiten: „Niemand weiß wirklich, was sich hinter Pluto befindet“, sagt Klupar: „Es gibt zwar theoretische Modelle, aber keine Gewissheit.“ Dass Zuckerberg aber das Ergebnis des Projekts zu Gesicht bekommen wird, daran hat Klupar keine Zweifel: Immerhin ist die Lebenserwartung heutzutage relativ hoch – und Zuckerberg als junger, wohlhabender Mensch kann es sich leisten auf Daten zu warten, die aus einem fernen Sternensystem den langen Weg in Richtung in Erde antreten.

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