Zock-Blockade in Griechenland trieb bwin.party 2014 tief ins Minus

Wien/Gibraltar - Die Blockade von Online-Glücksspielseiten in Griechenland und Einbußen im Pokergeschäft haben dem börsennotierten Glücksspielkonzern bwin.party 2014 hohe Verluste beschert. Nach Steuern verzeichnete das Unternehmen mit österreichischen Wurzeln einen Abgang von 94,3 Mio. Euro, 2013 hatte man noch einen Gewinn von 41,1 Mio. Euro verbucht. Der Umsatz schrumpfte von 652,4 Mio. auf 611,9 Mio. Euro.

Für 2015 erwartet Konzernchef Norbert Teufelberger weiter "scharfen Gegenwind" durch neue Wettabgaben und andere indirekte Steuern sowie anhaltenden Druck auf dem europäischen Pokermarkt, wie er am Mittwoch mitteilte. Außerdem findet heuer kein großes Fußballturnier statt - Europa- und Weltmeisterschaften sind üblicherweise Umsatzgaranten für Wettanbieter. 2014 seien die Kosten reduziert worden.

bwin.party führt nach wie vor Gespräche mit Konkurrenten über eine mögliche Übernahme oder die Zusammenführung einzelner Geschäftsbereiche, wie in einer Aussendung bekräftigt wurde. Zuletzt wurde die kanadische Amaya-Gruppe als Kaufinteressentin kolportiert. Auch der britische Rivale William Hill und die GVC Holdings werden am Londoner Finanzplatz genannt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr rutschte der österreichisch-britische Wettanbieter auch operativ in die Verlustzone. Das Betriebsergebnis belief sich auf -97,9 Mio. Euro nach +51,9 Mio. Euro.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wurde mit 101,2 Mio. (108 Mio.) Euro ausgewiesen. Der Rückgang wurde mit höheren Anlaufkosten in den USA begründet.

Trotz Verlusts will bwin.party die Dividende für 2014 von 3,60 Pence auf 3,78 Pence (5,30 Cent) erhöhen. Der bereinigte Gewinn je Aktie wurde mit 4,8 Cent nach 7,3 Cent angegeben.

Die ersten acht Wochen 2015 haben sich laut Unternehmensmitteilung erwartungsgemäß entwickelt. Der durchschnittliche Tagesumsatz sei wegen geringerer Margen bei Sportwetten und Casinospielen um 12 Prozent unter dem Vorjahresniveau gelegen.

Bei den Börsianern kamen Ansagen des Konzerns gut an: Die bwin.party-Aktie legte an der Londoner Börse am Vormittag um 2,6 Prozent auf 81 Pence zu.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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