Zinssitzung der EZB in Frankfurt gestartet

Frankfurt - Die Mitglieder des EZB-Rats sind am Mittwoch zu ihrer geldpolitischen Sitzung in Frankfurt zusammengekommen. Erwartet wird, dass die Europäische Zentralbank auf dem Treffen den Schlüsselsatz für die Geldversorgung des Bankensystems auf dem Rekordtief von 0,05 Prozent belässt, auf dem er seit September 2014 liegt.

Investoren erhoffen sich nach Bekanntgabe des Zinsbeschlusses von EZB-Präsident Mario Drgahi am Nachmittag eine erste Zwischenbilanz des großangelegten Staatsanleihen-Kaufprogramms. Die EZB und die nationalen Notenbanken starteten am 9. März mit den Käufen.

Draghi will mit dem insgesamt 1,14 Billionen Euro schweren Programm nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed die Preise im Währungsraum anheizen und die Konjunktur beflügeln. Die Inflation lag in der Eurozone im März noch bei minus 0,1 Prozent - Zielmarke der EZB ist aber eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent. Draghis Plan: Wenn die Geldhäuser im Zuge weiter sinkender Renditen Staatstitel verkaufen, werden sie freiwerdende Gelder stärker für die Kreditvergabe einsetzen. Das nützt der Konjunktur und dürfte letztlich auch die Inflation wieder nach oben treiben.

Experten erwarten unter anderem, dass sich Draghi dazu äußert, wie sich die große Geldschwemme auf die Kreditvergabe im Euroraum auswirkt. Auch die Frage, ob den Euro-Hütern ausreichend Schuldtitel zum Kauf angeboten werden, dürfte Thema sein. Zuletzt hatte es Befürchtungen gegeben, bei manchen Staatsanleihen könnte das Angebot knapp werden. Die EZB plant monatlich Käufe von Staatsbonds und anderen Wertpapieren im Umfang von 60 Mrd. Euro. Im März erwarben die EZB und die nationalen Notenbanken Staatsbonds, Pfandbriefe ("Covered Bonds") und Hypothekenpapiere ("ABS") für rund 61 Mrd. Euro.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen