ZEW-Index sank deutlich - Börsenprofis weniger optimistisch

Berlin (APA/Reuters) - Der Konjunkturoptimismus von Börsianern ebbt überraschend kräftig ab. Das Barometer für ihre Erwartungen für die deutsche Wirtschaft im kommenden halben Jahr sank im März um 12,7 auf 5,1 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 220 Analysten und Anlegern mitteilte. Es war der zweite Rückgang in Folge.

Befragte Ökonomen hatten mit 13,0 Zählern gerechnet. "Die Sorge vor einem durch die USA ausgelösten globalen Handelskonflikt lässt die Experten vorsichtiger in die Zukunft blicken", sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Auch der starke Euro belaste die Konjunkturaussichten für Deutschland als Exportnation.

Der ZEW-Chef warnte jedoch vor Pessimismus: "In Verbindung mit der immer noch sehr guten Lageeinschätzung ist der Ausblick aber weiterhin positiv." Der Indikator für die Beurteilung der Konjunkturlage sank zwar ebenfalls - um 1,6 auf 90,7 Zähler. Das Barometer blieb damit aber auf hohem Niveau.

Die deutsche Wirtschaft war Ende 2017 um 0,6 Prozent gewachsen und die Bundesbank geht davon aus, dass sich der kräftige Aufschwung im laufenden Quartal fortsetzt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker