Zahlungsverzüge der Deutschen steigen - auch Schäden höher

Deutschland und Österreich haben sich wieder in die Top 10 der Länder mit den meisten Zahlungsverzügen vorgeschoben. In Deutschland, dem wichtigsten Handelspartner Österreichs, haben außerdem auch die Schäden zugenommen, schreibt die OeKB-Versicherung in ihrer Quartalsbilanz. Dennoch gebe es in Deutschland wie auch in Österreich derzeit keine außergewöhnliche Zahlungsproblematik.

Am häufigsten blieben im ersten Quartal 2016 Zahlungen aus Venezuela aus, gefolgt von Ägypten und der Türkei. In Venezuela und Ägypten schlagen vor allem politische Risiken durch, wobei Venezuela durch die galoppierende Inflation und die schwere Rezession immer tiefer in die Wirtschaftskrise gerät und bereits Anfang des Jahres der Wirtschaftsnotstand ausgerufen wurde. In Ägyptens Wirtschaft wiederum wirke sich der Rückgang des Tourismus aus.

Die heimischen Exporte in die Türkei legen zu, aber "die Verzüge steigen bei unseren Versicherungsnehmern stärker als ihre Umsätze", stellt Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung, laut Aussendung fest. Die Wirtschaft werde durch die Sanktionen Russlands und die allgemeine Konjunkturschwäche in Europa gebremst. Die politische Lage bleibe volatil und die Konsequenzen der Flüchtlingsproblematik seien offen.

Erstmals erwartet die OeKB auch in Saudi-Arabien Zahlungsausfälle. Bisher waren Rechnungen dort zwar nicht unbedingt pünktlich, aber letztlich verlässlich beglichen worden. Die Zahlungsverzüge seien aber in den vergangenen drei Monaten sprunghaft gestiegen. Der enorme Ölpreisverfall schwäche das Land und die Währungsreserven könnten innerhalb von fünf Jahren vollständig aufgebraucht sein.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab