Yahoo will sich Snapchat schnappen

Sunnyvale (Kalifornien) (APA/dpa) - Kann die Idee, Fotos von alleine verschwinden zu lassen, zehn Milliarden Dollar wert sein? Yahoo-Chefin Marissa Mayer glaubt offenbar daran und will Medienberichten zufolge zu dieser Bewertung eine Beteiligung an der App Snapchat kaufen.

Sunnyvale (Kalifornien). Kann die Idee, Fotos von alleine verschwinden zu lassen, zehn Milliarden Dollar wert sein? Yahoo-Chefin Marissa Mayer glaubt offenbar daran und will Medienberichten zufolge zu dieser Bewertung eine Beteiligung an der App Snapchat kaufen.

Der Internet-Konzern Yahoo will laut Medienberichten beim Foto-Dienst Snapchat einsteigen, der mit seinen selbstauflösenden Fotos vor allem junge Nutzer anlockt. Snapchat werde dabei insgesamt mit zehn Milliarden Dollar (7,93 Mrd. Euro) bewertet, berichteten das "Wall Street Journal" und der Finanzdienst Bloomberg in der Nacht auf Samstag.

Yahoo wolle rund 20 Millionen investieren, gab eine der Quellen des "Wall Street Journal" an. Das würde bei der genannten Bewertung einem Anteil von etwa 0,2 Prozent entsprechen.

Bei Snapchat kann man Bilder verschicken, die sich beim Ansehen nach wenigen Sekunden von selbst löschen. Die App soll rund 100 Millionen Nutzer haben. Facebook versuchte bereits vor knapp einem Jahr, Snapchat zu kaufen, laut Medienberichten für drei Milliarden Dollar. Doch die Gründer lehnten ab.

Yahoo hat hunderte Millionen Kunden unter anderem für seinen E-Mail-Dienst, doch das Internet-Urgestein tut sich nach wie vor schwer damit, die gewaltige Nutzerbasis in Werbeeinnahmen umzumünzen. Yahoo-Chefin ging auf eine große Einkaufstour, um mehr jüngere Nutzer anzulocken. Deshalb kaufte sie unter anderem die Blogplattform Tumblr. Ein weiterer Schwerpunkt liegt dabei auf Smartphone-Diensten. So wurde am Freitag der Kauf der Chat-Plattform MessageMe bekannt. Der Preis habe unter zwölf Millionen Dollar gelegen, berichtete Bloomberg.

Yahoo hatte zuletzt viel Gewinn beim Börsengang der chinesischen Online-Handelsplattform Alibaba gemacht und kann nun noch mehr Geld für Zukäufe ausgeben. Der Internet-Konzern war 2005 günstig bei Alibaba eingestiegen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro