Yahoo: Alle drei Milliarden Nutzer von Hackerangriff betroffen

Washington/Sunnyvale/New York (APA/AFP/Reuters) - Der Hackerangriff auf den US-Internetanbieter Yahoo im Jahr 2013 hat nach Angaben des Unternehmens alle drei Milliarden Nutzerkonten getroffen - und somit zwei Milliarden mehr als bisher bekannt. Die betroffenen Nutzer würden per Email informiert, teilte die Internetsparte des US-Telekommunikationskonzerns Verizon mit, der Yahoo übernommen hat.

Die Hacker hätten keine Klartext-Passwörter oder Daten von Zahlungskarten und Bankkonten entwendet. Viele der drei Milliarden Nutzerkonten seien zwar eröffnet, aber nur kurz oder gar nicht genutzt worden.

Nach der milliardenschweren Übernahme von Yahoo durch Verizon wurden das Ausmaß und die Umstände der Cyberattacke von 2013 noch einmal auch mit Hilfe von Kriminalexperten überprüft. Dabei habe sich herausgestellt, dass nicht eine Milliarde, sondern alle drei Milliarden Konten betroffen waren, erklärte Verizon. Das Unternehmen werde in der Sache weiterhin eng mit den Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiten, hieß es.

Yahoo wurde 2013 und auch ein Jahr später Ziel eines Hackerangriffs, 2014 wurden persönliche Daten von mehr als 500 Millionen Nutzern gestohlen. Die US-Behörden gehen davon aus, dass russische Geheimagenten zwei Hacker beauftragten, zwischen 2014 und 2016 Angriffe auf Yahoo zu starten. Bei einem von beiden soll es sich um den 22-jährigen Kasachen Karim Baratow handeln, der inzwischen in Kanada verhaftet wurde.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker