WTO-Urteil räumt EU Mitsprache bei Gas-Leitungen aus Russland ein

Genf/Moskau/EU-weit (APA/Reuters) - Russland hat im Streit um ein Mitspracherecht der EU beim Bau von Gasleitungen zum Export nach Europa eine Schlappe erlitten. Die Welthandelsorganisation (WTO) entschied am Freitag in Genf, dass EU-Regelungen zur Trennung von Transport und Verkauf des Gases grundsätzlich auch für Pipelines aus Russland gelten.

Dies könnte das umstrittene Projekt Nord Stream 2 betreffen. Gegen die WTO-Entscheidung kann innerhalb von 60 Tagen Berufung eingelegt werden.

Seit Jahren streiten die EU-Kommission und Russland darüber, ob das sogenannte dritte Energiepaket auch für Pipelines aus Russland gilt. Den EU-Regelungen zufolge müssten die Rohre grundsätzlich auch für Gaslieferungen anderer Anbieter zur Verfügung stehen, was Russland und sein Gaskonzern Gazprom ablehnen. Deutschland hatte argumentiert, das Paket gelte für Leitungen zwischen EU-Staaten.

Welche Auswirkung das WTO-Urteil auf Nord Stream 2 hätte, ist allerdings offen. Die Leitung führt durch die Ostsee, wo internationales Recht gilt und trifft erst in Deutschland auf EU-Boden. Das Projekt ist zu großen Teilen fertiggestellt. Dahinter stehen neben dem Gazprom-Konzern, der die Hälfte der geplanten Gesamtkosten von 9,5 Milliarden Euro stemmen soll, fünf europäische Unternehmen. Darunter sind auch die österreichische OMV und die BASF-Tochter Wintershall sowie die E.ON-Abspaltung Uniper.

Wien (APA) - Trotz guter Konjunktur erfreut sich das Sparbuch in Österreich weiterhin größter Beliebtheit. Als Sparform liegt es unangefochten mit einem Beliebtheitswert von 80 Prozent vor dem Bausparen mit 60 Prozent und der Lebensversicherung mit 44 Prozent. Der durchschnittliche monatliche Sparbetrag stieg gegenüber dem Vorjahr von 239 auf 245 Euro. Das geht aus der neuen Sparstudie der Erste Bank hervor.
 

Newsticker

Erste Sparstudie: Sparbuch weiterhin beliebteste Sparform

Basel (APA/Reuters) - Neue Arzneien und eine anziehende Nachfrage in China kurbeln den Umsatz des Schweizer Roche-Konzerns an und machen so die Einbußen bei den wichtigen Krebsmitteln des Pharmariesen wett. "Ausgehend von den Ergebnissen der ersten neun Monate werden wir unsere Ziele für das Gesamtjahr erreichen", sagte Roche-Chef Severin Schwan am Mittwoch nach der Vorlage von Umsatzahlen.
 

Newsticker

Neue Arzneien und China geben Pharmariese Roche Schub

Wien (APA) - Der Wiener Hausbetreuer Attensam steigerte im Geschäftsjahr 2017/18 den Umsatz um 8,7 Prozent auf einen Rekordwert von 66,9 Millionen Euro (Vorjahr 61,6 Millionen Euro). Probleme bereite dem familiengeführten Unternehmen allerdings der Personalmangel in Westösterreich, so Firmenchef Oliver Attensam am Mittwoch in einer Pressekonferenz.
 

Newsticker

Attensam: Rekordumsatz trotz Personalmangel