WTO senkt Prognose für Wachstum des Welthandels deutlich

Der globale Warenaustausch wird der Welthandelsorganisation (WTO) zufolge in diesem Jahr deutlich langsamer wachsen als bislang angenommen. Sie senkte ihre Prognose am Donnerstag auf 2,8 von 3,9 Prozent. Damit würde der Welthandel in derselben Größenordnung zulegen wie 2015.

"Er nimmt weiter zu, allerdings nur in enttäuschendem Tempo", sagte WTO-Generaldirektor Roberto Azevedo. Im nächsten Jahr sollen es dann 3,6 Prozent sein. Damit würde erstmals seit sechs Jahren die Drei-Prozent-Marke übertroffen.

Die WTO sieht derzeit mehr Risiken als Chancen für den Welthandel. Dazu zählt eine deutliche Abkühlung in der nach den USA weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China. Auch die anhaltend niedrigen Rohstoffpreise belasten viele Länder. "Das könnte das ohnehin fragile Wirtschaftswachstum in den anfälligen Schwellenländern untergraben", sagte Azevedo.

Die deutschen Exporteure dürften in diesem Jahr erneut Marktanteile hinzugewinnen. Nach Prognose ihres Branchenverbandes BGA werden ihre Ausfuhren mit 4,5 Prozent kräftiger steigen als der Welthandel.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

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Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

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Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

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Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab