WTO-Chef sieht Anzeichen für Talfahrt wegen Handelskonflikt

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der Chef der Welthandelsorganisation WTO, Roberto Azevedo, sieht erste Anzeichen einer weltwirtschaftlichen Talfahrt als Folge des US-Konflikts mit wichtigen Handelspartnern. "Wenn es zu einer Eskalation im Handelsstreit kommt, droht ein weltweiter Abschwung", sagte Azevedo dem Handelsblatt vom Mittwoch.

"Und wir sehen bereits Anzeichen, dass dieser Abwärtsprozess begonnen hat." Bei Investitionen und Einkaufsverhalten der Firmen bestehe schon Zurückhaltung.

Der WTO-Chef forderte die führenden Wirtschaftsnationen dringend auf, im Gespräch zu bleiben. "Wir müssen unbedingt den Dialog aufrechterhalten." Sonst drohe eine weitere Zuspitzung, unter der alle leiden würden, auch die Weltwirtschaft und die Bürger. Sollte es zu einem Handelskrieg kommen, würde Deutschland als stark exportorientiertes Land besonders stark leiden. "Es wird dann keine Insel geben, die davor geschützt ist", warnte Azevedo.

Den Vorwurf von US-Präsident Trump, die USA würden im weltweiten Handel massiv von ihren Partnern benachteiligt, wies der WTO-Chef zurück. "Die USA werden so behandelt, wie es die WTO-Regeln vorsehen", sagte er. Diese Regeln hätten die USA mit ihren Partnern selbst vereinbart. Zum deutschen Handelsüberschuss äußerte er sich ausweichend. Die Idee von Trump, alle Handelsbarrieren zwischen den sieben führenden Wirtschaftsmächten (G-7) abzubauen, nannte er "eine gute Sache". Die Staats- und Regierungschefs sollten diese Idee weiterverfolgen.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen