WTO-Chef sieht Anzeichen für Talfahrt wegen Handelskonflikt

Berlin/Washington (APA/Reuters) - Der Chef der Welthandelsorganisation WTO, Roberto Azevedo, sieht erste Anzeichen einer weltwirtschaftlichen Talfahrt als Folge des US-Konflikts mit wichtigen Handelspartnern. "Wenn es zu einer Eskalation im Handelsstreit kommt, droht ein weltweiter Abschwung", sagte Azevedo dem Handelsblatt vom Mittwoch.

"Und wir sehen bereits Anzeichen, dass dieser Abwärtsprozess begonnen hat." Bei Investitionen und Einkaufsverhalten der Firmen bestehe schon Zurückhaltung.

Der WTO-Chef forderte die führenden Wirtschaftsnationen dringend auf, im Gespräch zu bleiben. "Wir müssen unbedingt den Dialog aufrechterhalten." Sonst drohe eine weitere Zuspitzung, unter der alle leiden würden, auch die Weltwirtschaft und die Bürger. Sollte es zu einem Handelskrieg kommen, würde Deutschland als stark exportorientiertes Land besonders stark leiden. "Es wird dann keine Insel geben, die davor geschützt ist", warnte Azevedo.

Den Vorwurf von US-Präsident Trump, die USA würden im weltweiten Handel massiv von ihren Partnern benachteiligt, wies der WTO-Chef zurück. "Die USA werden so behandelt, wie es die WTO-Regeln vorsehen", sagte er. Diese Regeln hätten die USA mit ihren Partnern selbst vereinbart. Zum deutschen Handelsüberschuss äußerte er sich ausweichend. Die Idee von Trump, alle Handelsbarrieren zwischen den sieben führenden Wirtschaftsmächten (G-7) abzubauen, nannte er "eine gute Sache". Die Staats- und Regierungschefs sollten diese Idee weiterverfolgen.

Wien (APA) - Die NEOS sehen im Vorschlag der Regierung zur Arbeitszeitflexibilisierung ein "Husch-Pfusch-Gesetz", das "grobe Mängel hat". ÖVP und FPÖ sollten "runter vom hohen Ross", die SPÖ wiederum ihre "Panikmache" einstellen, damit man gemeinsam zu einer vernünftigen Lösung komme, forderte NEOS-Chef Matthias Strolz. Die Oppositionspartei lädt deshalb alle Sozial- und Wirtschaftssprecher zu einem Gipfel.
 

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Arbeitszeit - NEOS wollen Gipfel für "vernünftige Lösung"

Brüssel (APA) - Die Unterschiede bei den Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen liegen zwischen 48 Prozent des EU-Schnitts in Bulgarien und 142 Prozent in Dänemark. Österreich rangiert mit 108 Prozent auf Rang 10 unter den 28 EU-Staaten, geht aus Eurostat-Daten vom Mittwoch für 2017 hervor.
 

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EU-Preisunterschiede: Dänemark dreimal so teuer wie Bulgarien

Wien/St. Pölten/Sandton (APA) - Bei der Rettung des angeschlagenen Möbelhändlers Kika/Leiner verzögert sich die Unterschrift. Ursprünglich wollten der Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko und seine Signa-Gruppe am Dienstag einen Teil des Deals fixieren. Um Mitternacht ist die Frist für die Due-Diligence-Prüfung des Möbelhandelsgeschäfts abgelaufen.
 

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Kika/Leiner - Weiter Warten auf Signa-Unterschrift