Wr.Privatbank-Mehrheit geht an Arca: Kerbler/Kowar mit Slowaken einig

Wien (APA) - Die börsennotierte Wiener Privatbank SE soll bis Juni 2018 mehrheitlich an die slowakische Investorengruppe Arca veräußert sein. Bis dahin ist das Closing des Deals geplant. Über den Verkauf ihrer 61,37-Prozent-Mehrheit an der Wiener Privatbank haben Günter Kerbler und Johann Kowar mit Arca einen Vertrag abgeschlossen, gab die Bank am Montagnachmittag bekannt.

Der Vertrag stehe noch unter mehreren aufschiebenden Bedingungen, darunter die Genehmigung oder Nichtuntersagung der Transaktion durch die zuständigen Kartellbehörden bzw. die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA). Im Rahmen der Transaktion werde von der Käuferin Arca voraussichtlich ein öffentliches Pflichtangebot gemäß Übernahmegesetz zu legen sein.

Der Kaufpreis beläuft sich laut Kaufvertrag auf 10,00 Euro je Aktie, hieß es am Montag weiter. Zu Mittag notierte die Aktie an der Wiener Börse mit 13,30 Euro. Allerdings hatten die Verkäufer der zur Arca Capital Gruppe gehörenden Arca Capital Finance Group a.s. für die seit März bestandene Exklusivität in den Verhandlungen neben dem Kaufpreis schon 2,00 Euro/Aktie Entgelt gezahlt.

Der Kaufpreis selbst unterliegt einer Kaufpreisanpassungsklausel, die an den Eigenkapitalwert der Wiener Privatbank SE zum 31.12.2017 und 31.3.2018 anknüpft, wie es heißt.

Nach früheren Angaben soll die Wiener Privatbank im Rahmen einer Umstrukturierung das Bank- und Immobiliengeschäft weitgehend trennen. Dazu sollen alle wesentlichen Immo-Aktivitäten im zweiten Halbjahr 2017 und ersten Halbjahr 2018 veräußert werden. Die geplanten Veräußerungen beträfen v.a. die Beteiligungen im Immo-Bereich (etwa ViennaEstate Immobilien AG und Wiener Privatbank Immobilienverwaltung GmbH) sowie die mittelbar gehaltene Anteile an Hotelliegenschaftsbesitzgesellschaften, hatte es Ende August geheißen. Durch die geplanten Veräußerungen könne es auch zu einer erhöhten Dividende für 2017 kommen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro