Wohnungskonzern Vonovia will schwedische Victoria Park übernehmen

Bochum (APA/Reuters) - Deutschlands größter Wohnungskonzern Vonovia, der in Österreich bereits den Developer conwert und die Buwog erworben hat, setzt seine Einkaufstour im Ausland fort. Nach diesen Übernahmen und einer strategischen Partnerschaft in Frankreich greift der Konzern nun nach dem schwedischen Immobilienunternehmen Victoria Park.

Für die Firma, die rund 14.000 Wohnungen in Stockholm, Göteborg und Malmö besitzt, bietet Vonovia umgerechnet 900 Mio. Euro, wie das Unternehmen aus Bochum am Donnerstag mitteilte. Mit seinem Angebot von 38 Schwedischen Kronen (3,58 Euro) je A-Aktie und 316 Kronen je Vorzugsaktie (B-Aktie) von Victoria Park übertrumpft der Konzern das am 1. April vorgelegte Offert des US-Investors Starwood Capital, der in Österreich gerade versucht, mit bis zu 26 Prozent bei der CA Immo und bis zu 5 Prozent bei der Immofinanz einzusteigen.

Der unabhängige Übernahmeausschuss von Victoria Park habe einstimmig beschlossen, den Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen, erklärte Vonovia. Aktionäre, die insgesamt etwa 31,8 Prozent der Aktien und rund 37,3 Prozent der Stimmrechte an Victoria Park halten, hätten bereits zugesichert, das Angebot anzunehmen. Die Annahmefrist für das Angebot beginnt voraussichtlich am 25. Mai und endet am 18. Juni. Für den Erfolg der Übernahme muss Vonovia mindestens 50 Prozent der Stimmrechte einsammeln. Finanziert wird die Übernahme zunächst mit Krediten, später will Vonovia rund 1 Mrd. Euro an Eigenkapital aufnehmen.

Vonovia befindet sich seit Jahren auf Einkaufstour. Erst vor wenigen Monaten brachte der Konzern die 5,2 Mrd. Euro schwere Übernahme des österreichischen Wohnungskonzerns Buwog unter Dach und Fach. Deshalb erhöhte Vonovia am Donnerstag die Prognose: 2018 soll der operative Gewinn (FFO 1) auf 1,03 bis 1,05 Mrd. Euro steigen. Bisher hatte Vonovia 960 bis 980 Mio. Euro vorhergesagt. Im ersten Quartal kletterte der operative Gewinn auf 243,6 (Vorjahr: 218,2) Mio. Euro.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte