WKÖ-Konjunkturbarometer - Wirtschaftsklima sehr gut

Wien (APA) - In Österreich herrscht eine "beeindruckend positive Wirtschaftsentwicklung", das Wirtschaftsklima sei sehr gut, sagte Christoph Schneider, Leiter der Stabsabteilung Wirtschaftspolitik der WKÖ, am Donnerstag vor Journalisten. Einige Indikatoren weisen aber darauf hin, dass der Höhepunkt überschritten ist. Das Wachstum dürfte also hoch bleiben, aber nicht mehr so hoch wie 2017.

Dabei sei Österreich erst im zweiten Jahr des Aufschwungs, der in Deutschland schon seit fünf Jahren anhalte, in Nordamerika sogar neun Jahre. Der Export bleibe treibende Kraft für die heimische Wirtschaft, exportierende Firmen entwickelten sich bei allen Merkmalen positiver als nicht-exportierende. Nach den großen und dann den mittleren Unternehmen sei der Aufschwung nun endgültig auch bei den kleinen Firmen angekommen. Sehr positiv sei, dass nun auch Neu-Investitionen stattfinden, nicht nur Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen. Jeweils 44 Prozent der Unternehmen planen Ersatz- und Neuinvestitionen, sagte Schneider.

In dem heute Donnerstag vorgestellten Konjunkturbarometer, einer Umfrage unter 3.600 Unternehmen, wurde auch nach den wichtigsten Anliegen der Unternehmen gefragt. 80 Prozent der Firmen wünschen sich Erleichterungen bei Arbeitsrecht und Arbeitszeit, über die Hälfte beim Arbeitnehmerschutz und der Steuergesetzgebung. Knapp dahinter folgen die Genehmigungsverfahren.

Zusätzlich zum Wirtschaftsbarometer stellte Schneider auch den "Austrian Entrepreneurial Index" vor, der zum zweien Mal erhoben wurde. Dieser zeige die Lage der Selbstständigen und habe sich deutlich verbessert, weil sich die wirtschaftliche Lage allgemein verbessert hat. "Das Vertrauen kehrt zurück", so Schneider. Die positive Entwicklung übertünche aber einige negative Entwicklungen und Belastungen. Die höchste Belastung für die Selbstständigen seien Bürokratie und Verwaltung, gefolgt von administrativen Fragen.

"Was uns nachdenklich macht", so Schneider, sei der Indikator mit dem stärksten Rückgang, nämlich die Belastung durch den digitalen und technologischen Wandel. Hier sei noch einiges zu tun, um die Firmen zu unterstützen.

"In Summe sind es sehr positive Aussichten für die kommenden zwölf Monate, aber sie könnten noch positiver sein, wenn sich die Rahmenbedingungen am Wirtschaftsstandort Österreich entsprechend verändern würden". Veränderungen wären notwendig, um von einem kurzfristigen Aufschwung in einen nachhaltigen Aufschwung wie er international stattfindet zu kommen. Von "Aufschwung" sei heutzutage zu sprechen bei einem Wachstum zwischen zwei und drei Prozent - das gleiche Plus wäre vor 20 Jahren noch als "moderat" angesehen worden, räumte Schneider ein.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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