Wizz Air an Kurzstreckenflüge Alitalias interessiert

Rom/Budapest (APA) - Der ungarische Billigflieger Wizz Air ist an den Kurzstreckenflügen der krisengeschüttelten italienischen Alitalia interessiert. "Ich kann nicht viel sagen, weil der Verkaufsprozess läuft. Es gibt einige Assets, die interessant sind", sagte Unternehmenschef Jozsef Varadi im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica" von heute, Dienstag.

"Wir sind am italienischen Markt, am Mittelmeerraum, an Israel und unter bestimmten Bedingungen auch an Nordafrika interessiert. Interkontinentale Alitalia-Flüge sprechen uns nicht an", sagte Varadi. "Für uns ist all das wichtig, was sich auf dem italienischen Markt entwickelt. Wir sind aber nicht an der ganzen Alitalia, sondern nur an einige Assets interessiert. Dies bedeutet aber nicht, dass wir die Verkaufsoperation nicht aus der Nähe beobachten", meinte Varadi.

Der 52-Jährige erklärte, er werde in den nächsten Wochen nach Italien reisen, um die Möglichkeit zur Eröffnung neuer Routen zu sondieren. Wizz Air bietet unter anderem Rom-Wien-Flüge an.

Zu den neuen Interessenten an der Alitalia zählen Medienberichten zufolge neben Wizz Air auch Air France-KLM, die mit Easyjet ein gemeinsames Angebot einreichen will, und Delta Airlines. Den Neuen will die italienische Regierung mehr Zeit zur Vertiefung in die Dossiers über die finanzielle Lage der Alitalia und zur Einreichung einer verbindlichen Interessenerklärung geben.

Nicht ausgeschlossen wird, dass die AUA-Mutter Lufthansa ihr bereits eingereichtes Angebot ändern könnte. Die deutsche Airline bietet Medienberichten zufolge 300 Mio. Euro für die Flugsparte der Alitalia an. Sie plant die Kürzung von 2.000 der 8.400 Stellen in der Flugsparte. Die Regierung dränge auf ein Angebot von mindestens 500 Mio. Euro, berichteten italienische Medien. Alitalia konsolidiert inzwischen ihre finanzielle Lage. Die Sonderverwalter rechnen mit wachsenden Umsätzen im ersten Quartal 2018.

Alitalia beschäftigt insgesamt rund 11.000 Mitarbeiter und schreibt seit Jahren Verluste. Die Fluggesellschaft war im Mai unter kommissarische Aufsicht gestellt worden, nachdem ein Sanierungsplan gescheitert war, der Lohnkürzungen und Stellenstreichungen vorgesehen hatte.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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