Wirtschaftsweiser hält schon 2018 erste EZB-Zinserhöhung für möglich

Berlin (APA/Reuters) - Der Wirtschaftsweise Volker Wieland rechnet noch heuer mit einer ersten Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Der EZB-Rat hätte die Anleihenkäufe schon längst einschränken können", sagte er dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Er sollte das nun möglichst zügig tun. "Wenn die Wirtschaft so stark weiterläuft, wäre aus meiner Sicht eine Zinserhöhung Ende des Jahres möglich."

Der Wirtschaftsweise mahnte mit Blick auf die vermutlich sehr schwierige Regierungsbildung in Italien nach der Wahl, die EZB dürfe die für die Eurozone notwendige geldpolitische Normalisierung nicht wegen einer politischen Krise in Italien aufschieben.

Zeit, um einen ersten Zinsschritt der EZB Ende des Jahres ausreichend zu kommunizieren, besteht nach Wielands Worten noch genügend. Dass die Notenbank nicht längst schon gesagt habe, sie werde ihre Anleihenkäufe kürzen, wenn es besser als erwartet laufe, halte er für falsch. "Dann hätte sie die Möglichkeit, das Programm früher auslaufen zu lassen und danach einen ersten Zinsschritt anzugehen."

Wieland bemängelte, dass etliche Euroländer die niedrigen Zinsen zu mehr Ausgaben genutzt hätten, statt die Verschuldung zu senken. "Daher ist es wichtig, nicht mehr so stark in die Zinsbildung am Markt einzugreifen, damit es die richtigen Anreize gibt."

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte