Wirtschaftsweiser hält schon 2018 erste EZB-Zinserhöhung für möglich

Berlin (APA/Reuters) - Der Wirtschaftsweise Volker Wieland rechnet noch heuer mit einer ersten Zinsanhebung der Europäischen Zentralbank (EZB). "Der EZB-Rat hätte die Anleihenkäufe schon längst einschränken können", sagte er dem "Handelsblatt" vom Mittwoch. Er sollte das nun möglichst zügig tun. "Wenn die Wirtschaft so stark weiterläuft, wäre aus meiner Sicht eine Zinserhöhung Ende des Jahres möglich."

Der Wirtschaftsweise mahnte mit Blick auf die vermutlich sehr schwierige Regierungsbildung in Italien nach der Wahl, die EZB dürfe die für die Eurozone notwendige geldpolitische Normalisierung nicht wegen einer politischen Krise in Italien aufschieben.

Zeit, um einen ersten Zinsschritt der EZB Ende des Jahres ausreichend zu kommunizieren, besteht nach Wielands Worten noch genügend. Dass die Notenbank nicht längst schon gesagt habe, sie werde ihre Anleihenkäufe kürzen, wenn es besser als erwartet laufe, halte er für falsch. "Dann hätte sie die Möglichkeit, das Programm früher auslaufen zu lassen und danach einen ersten Zinsschritt anzugehen."

Wieland bemängelte, dass etliche Euroländer die niedrigen Zinsen zu mehr Ausgaben genutzt hätten, statt die Verschuldung zu senken. "Daher ist es wichtig, nicht mehr so stark in die Zinsbildung am Markt einzugreifen, damit es die richtigen Anreize gibt."

London (APA/Reuters) - Der durch den Kauf von Air-Berlin-Teilen gewachsene britische Billigflieger Easyjet hat seine Gewinnprognose nach dem dritten Quartal nach oben geschraubt. Dank des günstigen Wettbewerbsumfelds werde in dem bis Ende September laufenden Geschäftsjahr ein Vorsteuergewinn zwischen 550 und 590 Mio. Pfund (620 bis 665 Mio. Euro) erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in London mit.
 

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Easyjet erwartet Gewinnsprung trotz Flugausfälle

London (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt vor einem Scheitern der Reform neuer Geldmarkt-Referenzzinsen. Notenbanken suchen seit einiger Zeit nach Alternativen zu Referenzsätzen wie dem Euribor, die nach jahrelangen Manipulationen durch Banker in Verruf geraten sind. Doch die Zeit wird knapp.
 

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EZB warnt vor Scheitern von Reform der Geldmarktsätze

Kopenhagen (APA/Reuters) - Ein Geldwäsche-Skandal erschüttert die Danske Bank. Das größte dänische Geldhaus werde auf Gewinne verzichten, die es mit verdächtigen Transaktionen in Estland erzielt hat, erklärte das Institut am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal. Zuvor müsse allerdings das Ausmaß des Skandals geklärt werden. Man habe eine eigene Untersuchung gestartet, die die Jahre 2007 bis 2015 betreffe.
 

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Geldwäsche-Skandal belastet Danske Bank - Aktie fällt