Wirtschaftsweise erwarten nächstes Jahr 1,6 Prozent Wachstum

Die Wirtschaftsweisen erwarten trotz internationaler Krisen und eines schwächelnden Welthandels eine anziehende Konjunktur in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr um 1,5 Prozent steigen und im nächsten Jahr einen Tick stärker um 1,6 Prozent zulegen, teilte der Sachverständigenrat am Mittwoch mit. "Der Aufschwung in Deutschland setzt sich somit fort", erklärten die fünf Ökonomen in ihrer aktualisierten Konjunkturprognose für die Bundesregierung. Bisher hatten die Experten für dieses Jahr noch ein Plus von 1,6 Prozent veranschlagt, nach 1,7 Prozent Wachstum im vorigen Jahr. Die geringere Schätzung begründeten sie nun - wie zuletzt bereits andere Forscher - mit der schwächeren globalen Konjunktur.

Vor allem die Konsumenten kurbelten mit ihrer Kauflaune die Wirtschaft an. Für Rückenwind sorge auch die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Den Arbeitsmarkt sehen die Wirtschaftsweisen im Aufwind und erwarten dieses Jahr 43,5 Millionen Erwerbstätige und im nächsten Jahr fast 44 Millionen.
Der Umgang mit der Flüchtlingskrise bleibt den Forschern zufolge eine große Herausforderung. "Engpässe bei den Asylverfahren führen momentan zu erheblichen Verzögerungen bei der Arbeitsmarktintegration." Der Sachverständigenrat schätzt, dass bis Ende 2017 etwa 360.000 anerkannte Flüchtlinge dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, von denen jedoch ein Großteil zunächst erwerbslos sein werde. Nach wie vor seien die Mehrausgaben für 2016 und 2017 ohne neue Schulden oder Steuererhöhungen finanzierbar, betonten die Experten.

Budapest (APA/dpa) - Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat Ost-Mitteleuropa zur "migrantenfreien Zone" erklärt. Die EU und einige ihrer wichtigen Mitgliedsstaaten seien von einem nicht näher bezeichneten "Spekulanten-Imperium" in Geiselhaft genommen worden, sagte Orban am Montag in einer Rede in Budapest.
 

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Orban erklärt Ost-Mitteleuropa zur "migrantenfreien Zone"

Washington (APA/Reuters) - US-Präsident Donald Trump will beim anstehenden China-Besuch seinen Kollegen Xi Jinping dazu auffordern, im Atomstreit mit Nordkorea mehr Druck auf die Führung in Pjöngjang auszuüben. Dazu gehörten die vollständige Umsetzung der UN-Sanktionen sowie zusätzliche bilaterale Schritte, sagte ein Vertreter des US-Präsidialamts am Montag.
 

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Trump will in China über Handel und Nordkorea sprechen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed wird laut Experten auf der Zinssitzung Ende des Monats still halten und erst im Dezember die Zügel straffen. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage unter 100 Ökonomen rechnet keiner der Fachleute mit einer Erhöhung Mitte nächster Woche. Die meisten erwarten diesen Schritt erst für Dezember.
 

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Ökonomen erwarten US-Zinserhöhung erst zum Jahresende