Wirtschaftsweise warnen vor gravierenden Folgen eines "Brexit"

Die Wirtschaftsweisen warnen vor gravierenden Folgen eines britischen Austritts aus der Europäischen Union. "Insgesamt würde durch einen 'Brexit' das Risiko eines Wiederaufflammens der Krise im Euro-Raum erhöht", heißt es ihrer am Mittwoch vorgelegten aktualisierten Konjunkturprognose. Angesichts der großen Bedeutung Londons als Börsen- und Handelsstandort ergebe sich durch einen Brexit eine erhebliche Unsicherheit für die Finanzmärkte, warnen die Wissenschaftler um den Essener Forscher Christoph Schmidt.

Über den Verbleib in der EU werden die Briten am 23. Juni abstimmen. Sollten sie den Austritt beschließen, könnten sich nach Ansicht der Experten die politischen Gewichte innerhalb der EU verschieben und Auflösungstendenzen befördert werden.
Die Wirtschaftsweisen befürchten zudem, dass zunehmend nationale Interessen in den Vordergrund rücken: "Die Fliehkräfte in der Europäischen Union nehmen zu." Weitere Risiken erwachsen nach Ansicht der Experten aus den Personenkontrollen an Grenzen, eine Reaktion auf den Flüchtlingszustrom. Sollten sie im Schengen-Raum für längere Zeit fortbestehen, würde nach Ansicht der Forscher der Warenverkehr innerhalb Europas behindert.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma