Wirtschaftsklima in Eurozone so gut wie zuletzt 2000

Brüssel (APA/Reuters/dpa-AFX) - Die Stimmung in der Wirtschaft der Eurozone ist so gut wie seit 17 Jahren nicht mehr. Das Barometer stieg im November um 0,5 auf 114,6 Punkte, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Das ist das höchste Niveau seit Oktober 2000, bevor das Platzen der damaligen Internet-Blase die Zuversicht trübte. Ökonomen hatten diesen Anstieg exakt vorausgesagt.

Besonders bei den Verbrauchern und in der Baubranche wuchs die Zuversicht. Die Einzelhändler sind dagegen weniger optimistisch. In der Industrie und bei den Dienstleistern blieb die Stimmung weitgehend stabil. Besonders stark verbesserte sich das Wirtschaftsklima in Frankreich, den Niederlanden und in Spanien. Auch in Italien ging es bergauf, in Deutschland dagegen minimal bergab.

Auch das von der EU-Kommission erhobene Geschäftsklima (BCI), das nur die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe misst, legte zu. Der Indikator stieg um 0,05 Punkte auf 1,49 Zähler. Das ist der höchste Stand seit Juni 2007. Volkswirte hatten 1,51 Zähler erwartet.

Die Währungsunion befindet sich derzeit im Aufwind - nicht zuletzt wegen der guten Weltkonjunktur. Im zurückliegenden dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um kräftige 0,6 Prozent. Die Eurozone dürfte heuer mit einem Plus von 2,4 Prozent die weltgrößte Volkswirtschaft USA hinter sich lassen, erwartet die Industriestaaten-Organisation OECD. 2019 soll es zu 2,1 Prozent reichen. "Die politische Unsicherheit ist nach wie vor hoch, und sie könnte weiter zunehmen", warnt die OECD zugleich. "Das Ergebnis der Brexit-Verhandlungen wird entscheidend sein für Vertrauen und Handel."

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor